30.04.2026 - 2 Beschlussvorschlag zum Standort der Berufskolle...

Beschluss:
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Wortprotokoll

Herr Keune erläutert den Grund für die gemeinsame Sitzung. Er führt aus, dass die Cuno Berufskollegs aufgrund von Brandschutzmängeln im letzten Jahr geschlossen werden mussten. Mittlerweile sei ein provisorischer Betrieb in Teilen der Gebäude wiederhergestellt. Dieses bauliche Provisorium sei für 3 Jahre genehmigt worden. Eine vollständige Sanierung der derzeitigen Gebäude sei im laufenden Betrieb leider nicht durchführbar. Daher habe man eine Machbarkeitsstudie für eine Neuaufstellung der Cuno Berufskollegs in Auftrag gegeben.

 

Herr Schreineke, von dem Architekturbüro Drees und Sommer stellt sich und seine beiden Kollegen Herrn Dr. Löhrer und Herrn Fries kurz vor, bevor er mit der Präsentation zur durchgeführten Machbarkeitsstudie beginnt (s. Anlage der Vorlage 0018/2026). Zwischenzeitig übergibt er an Herrn Dr. Löhrer, der die Bedarfsprognose genauer erläutert.

 

Im Anschluss an die Präsentation bedankt sich zunächst Herr Klepper für die Ausführungen zu der Studie. Er macht deutlich, dass es schon absehbar sei, dass am heutigen Tag wahrscheinlich noch keine Entscheidung zu dieser Thematik gefunden wird. Er begrüßt, dass sowohl die Kosten als auch die terminliche Machbarkeit bei den möglichen 5 Standorten als Kriterium zugrunde gelegt wurde, er weist jedoch darauf hin, dass auch die Perspektive der Stadtentwicklung bei der Entscheidung eine Rolle spielen müsse.

 

Herr Meier stimmt Herrn Klepper zu. Er möchte zudem wissen, was perspektivisch mit dem Standort der Cunos in der Innenstadt passieren solle. Er halte es für ratsam Genauigkeit vor Schnelligkeit walten zu lassen und äußert Bedenken, dass das Brandt-Gelände bereits ausgeschlossen wurde.

 

Herr Fries antwortet, dass man sich auf einen Standort in Innenstadtnähe konzentriert habe, man könne aber die Stadtentwicklung als Kriterium in die weitere Planung mit aufnehmen.

 

Frau Heuer fügt hinzu, dass die Brandt-Ruine derzeit nicht unbedingt das Aushängeschild des Stadtbildes sei, weshalb sie den Schulstandort dort als wertvolles architektonisches Bauwerk für die Stadtentwicklung betrachten würde.

Weiter erkundigt sie sich, warum das Gelände am Höing auf einer ausgehändigten Liste von 2023 für potentielle Schulstandorte nicht mit aufgeführt war.

Außerdem erkundigt sie sich, ob die LehrerInnen der Berufskollegs an beiden Cuno-Standorten tätig sind, was einen enormen Einfluss auf die Entscheidungsfindung hätte.

 

Herr Schreineke macht deutlich, dass das Brandt-Gelände noch nicht ausgeschlossen wurde, dass dieser Standort jedoch der wahrscheinlich kostenintensivste und baulich aufwändigste Standort wäre, welcher in der vorgegebenen Zeitspanne nicht zu realisieren sei. Grund hierfür sind insbesondere die Anforderungen des Denkmalschutzes, die zu berücksichtigen sind.

 

Herr Keune antwortet weiter auf die Frage von Frau Heuer und gibt an, dass dieser Standort nicht auf der Liste der möglichen Schulstandorte gelistet war, da es damals nicht um Standorte für mögliche Berufskollegs ging. Jede Schulform habe besondere Rahmenbedingungen, die ein Gelände erfüllen müsse und die Erschließung einer Berufsschule sei anders als die Erschließung einer Gesamtschule.

 

Frau Pott fügt hinzu, dass die Kollegien den jeweiligen Schulen zugeordnet seien und die LehrerInnen nicht zwischen den beiden Schulstandorten wechseln müssten.

 

Frau Bremser weist daraufhin, dass bei einer möglichen Nutzung des Geländes am Höing eine hohe Kollisionsgefahr bestünde, was die derzeitigen Parkflächen beträfe. Die Parkplätze werden derzeit bereits durch die Sportstätten am Höing, als auch durch das angrenzende St. Josefs-Hospital genutzt werden.

 

Herr Meier beantragt 1. Lesung für den Stadtentwicklungsausschuss.

 

Herr Kruse bedankt sich ebenfalls für den Vortrag. Auch er macht deutlich, dass der SAS noch intensiver diskutieren müsse und es auch hier wahrscheinlich noch keine Entscheidung geben wird.

 

Frau Graf weist ebenfalls auf die Parksituation am Höing hin und möchte wissen wie häufig die Flächen bereits ausgewiesen wurden.

Zudem möchte sie wissen wie sich die Kosten für die Küche und die Sporthalle an dem Standort zusammensetzen, da sie diese für enorm hoch einschätzt.

Weiter möchte sie wissen mit welcher Geschosszahl geplant wurde.

Als letztes erkundigt sie sich, ob es am Brandt-Gelände nicht möglich sei ein neues Gebäude hinter der denkmalgeschützten Fassade des alten Gebäudes zu errichten.

 

Herr Keune erwidert, dass die Parkplatzbelegung nochmal aufgearbeitet werden könne und genau dargestellt werden könne. Er weist aber bereits daraufhin, dass die Zeiten der Sportstätten und die Zeiten des Berufskollegs nicht miteinander kollidieren werden.

 

Herr Fries erklärt, dass es sich um zwei unabhängig voneinander zu betrachtende Schulen handle, bei denen sowohl die Raumbedarfe als auch die entstehenden Kosten unabhängig voneinander seien. Jedoch könne man bei einem Bau auf einem gemeinsamen Gelände von Synergieeffekten ausgehen. Es wurde zunächst eine vertiefte Investitionskostenschätzung vorgenommen. Dies sei zunächst eine Prognose. Wie viele Geschosse geplant werden, sei von dem jeweiligen Bebauungsplan abhängig.

 

Herr Walter macht deutlich, dass man sich bei der Diskussion durchaus auch auf den zeitlichen Faktor fokussieren müsse, da die vorliegende Genehmigung des Provisoriums auf 3 Jahre begrenzt sei.

 

Herr Schreineke fügt hinzu, dass diese Genehmigung unter Umständen verlängert werden könne, aber nur dann, wenn man eine ernst zu nehmende, realistische Alternative vorweisen könne.

 

Herr Grzeschista möchte wissen, wie sich die Prognosezahlen für die Schule zusammensetzen, da es sich bei einer Berufsschule nicht um eine Pflichtschule, sondern um eine Angebotsschule handle. Man stünde daher immer im Wettbewerb mit Schulen des Umkreises. Er fragt an, wie viele der in der Prognose berücksichtigten SchülerInnen tatsächlich aus Hagen und wie viele aus dem Umland kamen.

 

Frau Soddemann erklärt, dass die Berufsschule nur ein Teil des Berufskollegs darstelle. Das Berufskolleg sei eine Bündelschule, die 4 Schulformen miteinander vereine.

Sie gibt an, dass es mittlerweile durchaus auch den Bereich der Vollzeit-Bildungsgänge gebe. Eine genaue Aufschlüsselung der Schülerzahlen müsse nachgereicht werden.

 

Frau Kreuzer möchte wissen, ob das Gelände in der Rehstraße erst erworben werden müsste oder ob dieses bereits der Stadt gehöre.

 

Herr Schreineke gibt an, dass dieses Gelände noch erworben werden müsste. Dieser Faktor sei aber bereits in der Studie enthalten.

 

Herr Walter beantragt 1. Lesung für den Schulausschuss.

 

An der weiteren Diskussion beteiligen sich: Herr Sondermeyer, Herr Klepper, Frau Graf, Herr Fries, Frau Bartscher, Herr Keune, Herr Schreineke, Frau Pfefferer und Herr Kruse.

 

(Ende Schriftführung Schwalm)

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Empfehlungsbeschluss:

Der Rat nimmt die durch das Beratungsunternehmen Drees & Sommer erarbeiteten Varianten zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung, die Umsetzung der Variante 1 für den künftigen Standort der Cuno-Berufskollegs „Am Höing“ zu vertiefen. Aufgrund der erheblichen finanziellen Auswirkungen der Neubaumaßnahme wird über die finale Umsetzung sowie die Finanzierung zu einem späteren Zeitpunkt entschieden. Die Verwaltung wird darüber hinaus beauftragt, verschiedene Finanzierungs- und -Umsetzungsmodelle zu prüfen und diese zur weiteren Entscheidungsfindung vorzubereiten.

 

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Abstimmungsergebnis:

 

X

Einstimmig 1. Lesung beschlossen

 

 

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Anlagen zur Vorlage

Online-Version dieser Seite: https://allris.hagen.de/publicto020?SILFDNR=1000311&TOLFDNR=1024762&selfaction=print