22.01.2026 - 5.2 Vorschlag zur Tagesordnung der SPD-Fraktio...

Beschluss:
geändert beschlossen
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Wortprotokoll

Hinweis der Schriftführerin:

Der Tagesordnungspunkt wurde nach der Einwohnersprechstunde beraten.

 

Herr Sadowsky bezieht sich auf die Vorlage und merkt an, dass diese deckungsgleich mit den Fragen der Anwohnenden sei. Wichtige Fragestellungen sollen hierdurch behandelt und erörtert werden.

 

Herr Lenke erklärt sich bereit, Stellung zu den gestellten Fragen zu nehmen.

Er stellt klar, dass der Feuerwehr die Situation bekannt sei und entsprechende Maßnahmen geplant seien. Auch im direkten Kontakt mit dem Wasserversorger. Er bedankt sich für das Angebot, die privaten Teiche zur Verfügung zu stellen. Sollten Rettungswege nicht passierbar sein, so werden neue Wege gesucht, gegebenenfalls aus der Luft.

Es ist richtig, dass das Löschwasserversorgungsnetz mit Maßnahmen begleitet werden müsste. Auch die Feuerwehr habe die gleichen Forderungen an den Versorger gestellt. Deshalb habe man Löschwassermangelgebiete erschlossen, die zu den Ersatzmaßnahmen zählen. Als Beispiel gibt er an, dass in der Silvesternacht der Brand eines Baumes gemeldet wurde. Hier wurden anstatt nur einem direkt zwei Einsatzfahrzeuge involviert. Aus dem brennenden Baum habe sich die Situation des brennenden Hauses entwickelt. Das konnte nicht vorhergesehen werden. Die Straße „Zur Höhe“ sei schwierig, auch aufgrund der Kurvenlage und der parkenden Autos, aber der Vorfall an dem besagten Abend sei kein Standardfall. Zu dem Einsatz hatten die Einsatzkräfte viereinhalb Tonnen Wasser mitgebracht. Herr Lenke betont, dass die besondere Situation in der Silvesternacht durch glatte Straßen und starken Wind noch erschwert wurde. Zwei Mitarbeiter seien verletzt worden. Vor Ort sei die Sachlage nochmal geprüft worden, um weitere Maßnahmen treffen zu können.

Auch gäbe es einen Löschwasserversorgungsvertrag zwischen der Stadt Hagen und der Energieversorger. Engpässe seien bekannt und der Hydrant wurde ersetzt. Aufgrund der besonderen Lage, wird die Feuerwehr in diesem Gebiet deshalb das Löschwasser mitführen.   

Ein Anwohnender äußert sein Unmut und erklärt, dass das Risiko vor Ort schon jahrelang bekannt sei und nichts unternommen wurde. 

Herr Lenke weist die Vorwürfe zurück und betont, dass die Feuerwehr ihre Pflichten diesbezüglich stets erfüllt habe.

Herr S. fragt an, was passiert wäre, wenn doppeltes Wasser zur Verfügung gestanden hätte.

Herr Lenke räumt ein, dass die Löschsituation nicht so aufwendig gewesen wäre, aber der Gebäudeverlust durch Vollbrand hätte nicht verhindert werden können.

Herr S. möchte wissen, ob kein Druck auf den Energieversorger erfolgen kann.

Herr Lenke erklärt, dass in den Gesprächen zwischen der Verwaltung und dem Energieversorger klargestellt wurde, dass dieser Bereich eine neue Betrachtungsweise erfordert. Weiterhin hat die Verwaltung Fragen an Enervie gestellt, wozu noch keine Stellungnahme genommen wurde. Alle Anregungen und Fragen werden von der Verwaltung aufgenommen und weiterhin verfolgt.

Frau S. fragt, ob und wie die Anwohner Druck gegenüber dem Energieversorger aufbauen können.

Herr Dr. Erpenbach erklärt, dass der Vorstand von Enervie bereits informiert worden ist. Dieser hat mitgeteilt, dass eine Prüfung erfolgen wird. 

Frau Stiller-Ludwig versteht zwar den Unmut der Anwohnenden, lobt aber die Arbeit der Feuerwehr. Sie stellt fest, dass die Details besprochen werden müssten, um den Hintergrund zu verstehen. Eine Versorgung mit frischem und ausreichendem Wasser durch Enervie könne nur gewährleistet werden, wenn die Wasserleitungen entsprechend ausgestattet sind. Hierfür können nur dünne Leitungen eingesetzt werden. Auf der einen Seite gibt es den berechtigten Anspruch auf die Frischwasserversorgung und auf der anderen Seite der berechtigte Anspruch auf die Löschwasserversorgung.

Das bedeutet, dass Nachbesserungen erfolgen müssen. Es wurden bereits Behälter in den Wäldern aufgestellt. Je mehr Wasser produziert werde, desto schwieriger sei es Löschwasser zur Verfügung zu stellen. Es sei die Aufgabe der Stadt Hagen und des Oberbürgermeisters, die Prozesse zu optimieren.

Es gibt ein Wasserversorgungskonzept (Trinkwasser) 2020, dass eine Regelung im Krisen und Katastrophenfall beinhaltet. Die Verantwortung fällt auf die Stadt Hagen zurück. Für Frau Stiller-Ludwig ist es fraglich, ob der Behälter auf der Höhe ein Frischwasser- oder ein Brauchwasserbehälter ist und in der Lage sei, Wasser einzulagern. Die Zusammenarbeit der Enervie und der Stadt Hagen sei hierbei wichtig.

 

Herr Lenke räumt ein, dass die Versorgungslage bekannt ist. Hier wurden in Zuge der Sanierung der Straßen die Rohre der Wasserversorgung ersetzt. Die Feuerwehr ist stets bemüht, im Bereich Hagen Süd alle Notfallsituationen abzudecken. Für die Feuerwehr war es unverständlich, warum die Behälter aus dem Betrieb genommen wurden. Die Feuerwehr ist keine Ordnungsbehörde und kann niemanden zu einer Handlung verpflichten. Aber es ist wichtig, dass die Anwohnenden sich nicht allein gelassen fühlen. Auf eine Lösungsfindung wird stets hingearbeitet.

Ein Anwohner stellt klar, dass vor Jahren bei zwei Hydranten kein Wasser vorhanden war. Mitarbeiter der Feuerwehr hätten zugesagt, sich darum zu kümmern. Nun möchte er wissen, ob es diesbezüglich Schriftverkehr gibt.

Herr Lenke erklärt, dass es ganz viel Schriftverkehr zu diesem Thema gibt. Auch käme aus den Hydranten Wasser heraus, aber nicht in den Mengen, die notwendig seien. Die Messung der Hydranten fände regelmäßig mit speziellen Geräten statt. Es wurde mit Enervie vereinbart, dass Hydranten, die von Enervie zum Spülen gebraucht werden könnten, aber nicht geeignet sind zum Löschen sind, kenntlich gemacht werden.

Herr Dahme bedankt sich für die gute Arbeit der Feuerwehr und Herrn Lenke für die Bereitschaft gegenüber den Anwohnenden Stellung zu nehmen. Da jetzt mehrere Beteiligte (Feuerwehr, Enervie und Verwaltung) sich mit der Problematik befassen, ist Herr Dahme optimistisch, dass eine gute Lösung gefunden wird. 

 

Herr Dahme stellt den Beschlussvorschlag zur Abstimmung.

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Beschluss:

 

Die Bezirksvertretung Eilpe/Dahl nimmt des Sachstandsbericht der Feuerwehr dankend zur Kenntnis.

Die Verwaltung wird darüber hinaus beauftragt, mit Enervie Kontakt aufzunehmen, mit dem Ziel, dass in der Siedlung „Zur Höhe“ zum einen ein höherer Wasserdruck erzielt und des Weiteren die Löschwassersituation verbessert wird.

 

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Abstimmungsergebnis:

 

 

Ja

Nein

Enthaltung

AfD

3

 

 

SPD

3

 

 

CDU

3

 

 

Bündnis 90/Die Grünen

1

 

 

Die Linke

1

 

 

 

X

 Einstimmig beschlossen

 

Dafür:

11

Dagegen:

0

Enthaltungen:

0

 

 

 

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Anlagen zur Vorlage