09.07.2026 - 6.20 Änderung der Satzung über die Ehrung für Verdie...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6.20
- Sitzung:
-
Sitzung des Rates der Stadt Hagen
- Gremium:
- Rat der Stadt Hagen
- Datum:
- Do., 09.07.2026
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 14:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB01 - Oberbürgermeister
- Bearbeitung:
- Melanie Langer
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr Oberbürgermeister Rehbein führt aus, dass der Ehrenring weiterhin in der Satzung vorgesehen sei, die letzte Verleihung liege jedoch lange zurück. Derzeit lebt keine Person mehr, die Trägerin oder Träger eines solchen Ehrenrings sei. Zugleich bestehe das Bestreben, den Ehrenring wieder zu verleihen. Der Ring in der bislang satzungsmäßig beschriebenen Form sei zwar herstellbar, jedoch außerordentlich kostenintensiv und entspreche nicht mehr den heutigen Rahmenbedingungen. Deshalb werde vorgeschlagen, die Ausgestaltung des Ehrenrings unter Berücksichtigung aktueller Marktpreise neu zu fassen, damit künftig wieder tatsächlich ein Ring verliehen werden könne.
Herr Rudel fragt, ob die Neugestaltung bedeute, dass künftig bei jeder Verleihung mit einem neuen Design zu rechnen sei, oder ob nach einer einmaligen Festlegung ein Modell geschaffen werde, das auf absehbare Zeit Bestand habe.
Recherchen und Gespräche mit dem Goldschmied hätten ergeben, dass eine Herstellung des bisherigen Rings heute etwa 12.000 Euro kosten würde, erläutert Herr Oberbürgermeister Rehbein. Ein Ehrenring in dieser Preislage sei für die Kommune Hagen nicht finanzierbar. Deshalb solle die Satzung geöffnet werden, um über die Sommerpause einen konkreten Vorschlag für eine neue Ausgestaltung des Rings zu erarbeiten. Dieser solle dem Rat vorgelegt, von diesem gesondert beschlossen und anschließend wieder dauerhaft in der Satzung verankert werden.
Herr Fritzsche erklärt, er begrüße den Ansatz und bitte darum, zur nächsten Sitzung zusätzlich ein Foto des früheren Ehrenrings beizufügen, damit ein unmittelbarer Vergleich möglich sei.
Herr Oberbürgermeister Rehbein sagt dies zu. Inzwischen lägen Fotografien des früheren Rings vor und darüber hinaus werde voraussichtlich ein Exemplar als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt. Im Rahmen der Recherchen, an denen insbesondere Peter Mook mitgewirkt habe, konnte ein Originalexemplar zurückerhalten werden, nämlich der 1967 an Fritz Steinhoff verliehene Ring. Dieses Exemplar solle dem Stadtmuseum als Ausstellungsstück übergeben werden. Bilder des Originals lägen bereits vor und möglicherweise könne bis zur nächsten Beratung auch das Original selbst präsentiert werden. Zudem wird angemerkt, dass der historische Ring zwar prestigeträchtig sei, gestalterisch jedoch teilweise nicht mehr zeitgemäß erscheine. Unabhängig vom Preis sei es deshalb sinnvoll, über eine modernere Gestaltung nachzudenken, ohne die Tradition zu missachten.
Wenn der Aspekt der Zeitgemäßheit mitgeführt werde, sei Frau Graf zufrieden. Sie entnehme den Ausführungen ferner, dass nicht zwingend von 585er und 800er Gold ausgegangen werde, sondern auch andere Metalle in Betracht gezogen würden.
Herr Oberbürgermeister Rehbein bestätigt dies. Ohne der späteren Ausarbeitung vorgreifen zu wollen, wird ausgeführt, dass etwa auch Stahl in einer Stadt wie Hagen ein naheliegender Ansatz sei. Entscheidend sei, dass der neue Ring zeitgemäß, praktikabel, ansprechend und bezahlbar sei.
Herr Eiche nimmt Bezug auf die Ausführungen des Oberbürgermeisters und führt aus, es sei erklärt worden, dass bis zu fünf Ringe verliehen werden könnten. Zugleich weist er darauf hin, dass derzeit keiner mehr verliehen worden sei, weil die betreffende Person oder die betreffenden Personen wohl noch lebten. Er regt an, den Kreis gegebenenfalls auf drei oder zwei zu verringern, da unklar sei, was ein neuer Ring kosten werde. Weil hierdurch möglicherweise zusätzliche Ausgaben entstünden, solle die Verwaltung diesen Hinweis mitnehmen; im Übrigen könne die Angelegenheit im Ältestenrat besprochen werden.
Herr Oberbürgermeister Rehbein stellt klar, dass lediglich eine Höchstzahl von fünf vorgesehen sei. Sofern sich der Rat nicht auf eine höhere Zahl einige, erhalte auch niemand einen solchen Ring. Weiter gibt er zu bedenken, dass das entscheidende Gremium der Rat selbst sei; dies stelle eine Form der Selbstkontrolle dar, weil die Ratsmitglieder darüber entschieden, wer den Ring erhalte. Die Verwaltung könne eine solche Entscheidung nicht von sich aus treffen.
Beschluss:
Der Rat der Stadt Hagen beschließt:
1.
§ 4 Absatz 3 der Satzung für Verdienste um die Stadt Hagen wird wie folgt geändert:
„Die zur Erstellung des Ehrenrings verwendeten Materialien orientieren sich an den jeweiligen Marktpreisen für (Edel)Steine und (Edel)Metalle. Im Ring enthalten sein müssen das Hagener Stadtwappen, die Bezeichnung „Ehrenring“, das Verleihungsdatum und der Name des Trägers / der Trägerin.“
2.
Die Verwaltung legt zur ersten regulären Sitzung des Rates nach den Sommerferien ein nicht personalisiertes Original des neuen Ehrenrings vor.
