15.05.2025 - 6.1 Schutzkonzept und Prävention sexualisierter Gew...

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Wortprotokoll

Frau Dr. Opterbeck stellt die Präsentation zum Thema Schutzkonzept und Prävention sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen vor. (s. Anlage)

 

Frau Bartscher möchte im Anschluss an die Präsentation wissen, wie der Fachbereich personell aufgestellt sei, da dies eine enorm wichtige Arbeit sei, die dort verrichtet werde.

Frau Soddemann erklärt, dass personelle Bedarfe immer beobachtet werden und dann könne man auch auf bestimmte Gegebenheiten reagieren. Man müsse aber im Widerstreit der vielseitigen Aufgaben der Stadtverwaltung immer schauen, wie Dinge finanziert werden können. Sie erklärt, dass die KollegInnen im Fachbereich Jugend und Soziales häufig sehr findig und kreativ darin seien, entsprechende Förderprogramme zu finden und zu nutzen. Man wisse aber aufgrund von Wartelisten, dass der Bedarf noch nicht vollständig gedeckt sei.

 

Herr Walter möchte wissen, ob es hier ähnlich ist, wie bei Fällen im Kirchenbereich, dass ca. 90% der angezeigten Fälle, denen man nachgegangen sei auch wirklich so passiert sind und nur wenige „inszenierte“ Fälle darunter gewesen seien.

 

Frau Dr. Opterbeck bestätigt diese hohen Zahlen. Sie sagt es seien wahrscheinlich sogar 95%.

 

Frau Peddinghaus möchte wissen, warum mit dem Programm „Stärken und Coolness“ nicht die stilleren Kinder gefördert werden, da diese häufiger Opfer von Gewalt seien. Frau Dr. Opterbeck stellt klar, dass mit dem Programm beides gefördert wird. Zum einen die stilleren Kinder werden geschult Stärken aufzubauen und sich zu behaupten, während der Bereich der Coolness eher als Antiaggressionstraining fungiere.

 

Frau Graf möchte wissen, an wie vielen der 47 Schulen das Schutzkonzept nicht nur in der Schublade liege, sondern auch wirklich gelebt werde. Zudem möchte sie wissen ob auch wirklich alle Fälle angezeigt werden.

Frau Dr. Opterbeck erklärt, dass Prävention kein einmaliges Projekt sei, sondern ein fortlaufender Prozess sei. Sie erklärt, dass sie im Alltag sehr engagierte Schulen erlebe.

Sie stellt zudem klar, dass bei ihrer Arbeit im Fachbereich der Opferschutz an erster Stelle stehe und dass alle Fälle die dort angezeigt werden auch nicht unter den Tisch fallen, sondern dass allen Fällen nachgegangen werde. Sie erklärt aber, dass man auch wisse, dass nicht immer alle Vorfälle auch angezeigt werden.

 

Frau Soddemann weist zudem noch darauf hin, dass der Bereich Prävention in der Regel eine freiwillige Aufgabe von Kommunen darstelle. Diese freiwilligen Bereiche unterstützen häufig natürlich die pflichtigen Bereiche bei ihrer Arbeit, dennoch müsse man immer schauen, wie man die freiwilligen Bereiche angemessen unterstützt. Grade das Hagener Jugendamt werde beim Landschaftsverband mittlerweile durch Pilotansätze deutlich wahrgenommen, was ein schönes Zeichen darstelle. Dies sei vor allem auch dadurch begründet, dass Hagen viele Dinge im Bereich der Prävention mache und da sehr gut aufgestellt sei.

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Anlagen