25.11.2025 - 11 Asiatische Hornisse im zweiten Jahr in Hagen - ...

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Wortprotokoll

Frau Schulte, untere Naturschutzbehörde, stellt den Sachstandsbericht anhand der Präsentation vor (s. Anlage „uNB Sachstandbericht Asiatische Hornisse“). Anschließend trägt Frau Bianca Schulze, auch Hagener Vorsitzende des Kreisimkervereins, ihre Präsentation vor (s. Anlage „NB Vortrag Asiatische Hornisse“).

 

Frau Selter bedankt sich für die Präsentation.

 

Herr Markus Leischner, 2. Vorsitzender des Imkervereins Hagen, berichtet von seinen persönlichen Erfahrungen. 3 Völker seien innerhalb einer Woche komplett abgetötet worden. Vorkehrungen zur Einflugbegrenzung in die Nester würden nur geringen Erfolg aufweisen. Aus seiner Sicht bestünde ein Handlungszwang zur Bekämpfung. Er appelliert, sich des Themas anzunehmen und signalisiert die Bereitschaft der Hagener Imkervereine zur Unterstützung. Es fehle ein Leitfaden. Er bedankt sich, dass er im Naturschutzbeirat vorsprechen durfte.

 

Frau Schulze stellt dar, dass die ehrenamtlich tätigen Imker/-innen eine professionelle Unterstützung bedürfen. Sie übergibt einen Fragenkatalog an die Geschäftsführung (s. TOP 14 dieser Sitzung „Anfragen und Beantwortung von Anfragen“).

 

Frau Schulte erklärt auf Nachfrage von Frau Frank nach Methoden der Bekämpfung in den Ursprungsländern, in Asien würden die Bienen eine Art Hitzeball um die Asiatische Hornisse machen, die in der Hitze umkommen. Die Themen, z. B. Einsatz von Bioziden, könnten nicht auf Hagen beschränkt geregelt werden, diese Themen sind behördlicherseits auf übergeordneter Ebene anzusiedeln.

 

Frau Selter schlägt die Bildung einer Arbeitsgruppe des Naturschutzbeirats vor. Die Mitglieder werden angeschrieben.

 

Frau Stiller-Ludwig fragt nach der Rolle der Gemeinde, auf ihren eigenen Flächen Nester zu beseitigen. Schließlich sei die Stadt Hagen mit über 50 % aller befestigten Flächen und zusätzlich 1800 ha städtischem Wald der größte Einzeleigentümer in Hagen. Als Grundstückseigentümer kommt der kreisfreien Stadt Hagen deshalb auch eine Verantwortung als Verpflichtung zur Bekämpfung der Asiatischen Hornisse zumindest auf ihren eigenen Grundstücken zu. Das wäre schon mal ein erheblicher Beitrag der Kommune als Gemeinde und territoriale Gebietskörperschaft. Außerdem hilft es, wenn sie das Betretungsrecht grundsätzlich für alle ihre im städtischen Eigentum befindliche Grundstücke grundsätzlich erteilt, damit vor der Entfernung von Nestern das Betretungsrecht des Eigentümers für Hornissennester auf städtischen Flächen nicht im Einzelfall formell herbeigeführt werden muss.

 

Herr Gockel stellt nochmal dar, die Honigbiene sei ein Nutztier und falle nicht unter das Bundesnaturschutzgesetz. Somit sei keine Zuständigkeit beim gesetzlichen Naturschutz. Negative Auswirkungen auf die heimische Insektenfauna sei noch nicht ausreichend untersucht. Es gebe keine Verpflichtung zum Umgang mit der Asiatischen Hornisse. Er könne keine Zusage zur finanziellen Unterstützung geben, es sei keine Pflichtaufgabe. Der Wunsch nach dem Aufbau eines Handlungskonzeptes könne er gut nachvollziehen, hierzu bietet er eine Unterstützung nach Möglichkeit an, z. B. bei der Regelung der Betretung in Naturschutzgebieten im Rahmen der Beseitigung.

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Beschluss:

Der Naturschutzbeirat beauftragt die untere Naturschutzbehörde, mit den Imkern ein Handlungskonzept für die Bekämpfung der Asiatischen Hornisse zu entwickeln.

 

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Abstimmungsergebnis:

 

 

 

Ja

Nein

Enthaltung

LNU NRW e. V.

 

3

 

 

BUND NRW e. V.

 

2

 

 

NABU NRW e. V.

 

2

 

 

WLV e. V.

 

2

 

 

LFV NRW e. V.

 

1

 

 

LJV NRW e. V.

 

1

 

 

LSB NRW e. V.

 

1

 

 

LVG NRW e. V.

 

 

 

 

LV WLI e. V.

 

1

 

 

SDW NRW e. V.

 

1

 

 

WBV NRW e. V.

 

1

 

 

 

 

x

 Einstimmig beschlossen

 

Dafür:

15

Dagegen:

0

Enthaltungen:

0

 

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Anlagen