25.11.2025 - 10 Ruhrverband: Sanierung Altschlammplatz Hohenlim...

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Wortprotokoll

Herr von Felde und Herr Huber vom Ruhrverband stellen das geplante Vorhaben anhand der Präsentation (s. Anlage) vor. Eine alte Klärschlammdeponie liegt inzwischen im ausgewiesenen Hochwasserschutzgebiet und muss deshalb dort entfernt werden.

 

Frau Selter bedankt sich für den Vortrag.

 

Herr Külpmann schlägt vor, die Fläche anschließend als Lebensraum für Vögel zu entwickeln, hier seien wenig Konflikte mit Erholungssuchenden zu erwarten. Herr Huber nimmt die Idee auf, man könne bis auf den vorherrschenden Lennekies stellenweise abgraben und inselförmig aufschütten zur temporären Entwicklung von Lebensräumen für Flussregenpfeifer.

 

Frau Kumbruch informiert, der Radweg dort in dem Bereich sei wenig befahren; Einschränkungen während der Baumaßnahme wären nicht so problematisch. Die Belastung sei nach Aussage vom Ruhrverband mit 4 - 6 LKW-Fahrten pro Tag gering.

 

Auf Nachfrage von Herrn Bühren erklärt Herr Huber, es würde durch den Abtransport Retentionsraum entstehen. Er gehe davon aus, dass durch den Kieshorizont ein direkter Zustrom möglich sei. Er greift die Idee von Herrn Bühren zur weiteren Prüfung auf, Wasserflächen zu schaffen, die mehrmals im Jahr überflutet würden, um die Bestockung der Fläche zu verhindern und Lebensräume für spezialisierte Arten zu entwickeln.

 

Herr Beckmann fragt nach, ob aus dem Schlamm während der Maßnahme Schadstoffe in die Luft oder in die Lenne gelangen könnten. Herr von Felde erläutert, in Klärschlämmen seien Schwermetalle extrem fest an die organische Matrix gebunden. Ein Austrag in die Luft sei auszuschließen; die Mobilisierung sei nur in extrem geringem Maße möglich, auch jetzt werde der Klärschlamm durch versickerndes Regenwasser durchströmt und durch die Räumung würde sich nichts grundsätzlich ändern. Bei der Maßnahme werde immer nur kleinräumig der Schlamm bis zur Sohle entnommen, so dass eine Mobilisierung und ein Austrag nicht in relevantem Maße erfolgen werden.

 

Herr Welzel lobt den Ruhrverband für deren Engagement. Durch das Aufbringen von Kies im Bereich der Kläranlage Fley sei dort aktuell der sicherste Brutplatz für Flussregenpfeifer entstanden. Herr Huber würde es begrüßen, wenn bei diesem Projekt z. B. durch ein Monitoring eine Zusammenarbeit entstünde.

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Anlagen