18.03.2025 - 4.1 Bebauungsplan Nr. 6/24 (721) Schnellladepark Be...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 4.1
- Sitzung:
-
Sitzung des Naturschutzbeirats
- Gremium:
- Naturschutzbeirat
- Datum:
- Di., 18.03.2025
- Status:
- öffentlich (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 17:05
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung
- Bearbeitung:
- Jan den Brave
- Beschluss:
- geändert beschlossen
Wortprotokoll
In Abstimmung mit Frau Selter wurde auf die Anwesenheit der Verwaltung (Fachbereich Standentwicklung, Planung und Bauordnung) verzichtet.
Herr Dr. Dr. Hülsbusch stellt das Vorhaben vor.
Frau Stiller-Ludwig fragt, welche Anforderungen es für einen Schnellladepark geben würde. Sie weist darauf hin, dass es sich um eine alte Hausmülldeponie handeln würde, die nach dem Krieg entstanden sei und aus heterogenem Material, u. a. Bauschutt, Trümmer, bestehe.
Herr Dr. Dr. Hülsbusch berichtet, im Waldgebiet würden zwei Quellen des Haldener Baches entspringen. Aus seiner Sicht und der Sicht von Frau Selter sei es ein sensibles Gebiet, das sich für den Schnellladepark daher nicht eignen würde. Er kündigt an, dass Frau Selter eine Stellungnahme darüber verfassen würde und diese im Nachgang zur Sitzung zur Verfügung stelle.
Frau Stiller-Ludwig und Herr Dr. Dr. Hülsbusch sprechen sich dafür aus, nach Alternativstandorten zu suchen. Aus Sicht von Frau Klatte biete der vorhandene Parkplatz gegenüber von dem geplanten Standort genügend freie Kapazität.
Frau Kumbruch sieht es sehr kritisch aufgrund der beiden Quellen; die Deponie hätte dort schon nicht angelegt werden dürfen. Eine Versiegelung der Deponie hält sie für sinnvoll. Frau Stiller-Ludwig erläutert, eine Versiegelung sei förderlich, wenn die gesamte Deponie als Sanierungsmaßnahme versiegelt werde. Wenn nur wie hier ein Teilbereich versiegelt werde und nicht gefasst, sei es kontraproduktiv.
Es wird festgestellt, dass der Naturschutzbeirat im Verfahren des Einleitungsbeschlusses nicht beteiligt wurde.
Unter Wortbeiträgen von Herrn Külpmann und Frau Stiller-Ludwig wird der Unterscheid zwischen geschotterter und versiegelter Fläche dargelegt; auf einer geschotterten Fläche kann das Wasser versickern; bei einer versiegelten Fläche wird das Wasser aufgefangen und eingeleitet. Die Deponie sei ein großes Problem. Es sei eine Talmulde, die verfüllt wurde und von einem zweisträngigen Gewässer umschlossen werde. Eine Sanierung sei kostenaufwändig, wenn man sich dazu entscheiden würde. Die genaue Abgrenzung sei schlecht abzuschätzen. Es könne sei, dass ein Teil des Vorhabens sich auf die Altdeponie befinde, die nicht vermerkt sei.
Aus ihrer Sicht gebe es genügend Alternativstandorte.
Herr Alda schlägt aufgrund der ungeklärten Fragen vor, den Tagesordnungspunkt unter Beratung der Verwaltung zu vertagen. Unter Verweis auf die Ratssitzung am 03.04.2025 antwortet Herr Dr. Dr. Hülsbusch, das sei wohl nicht möglich. Er stimme der Idee zu, es sei aber fragwürdig, ob die anderen Gremien auch vertagen würden.
Herr Dr. Dr. Hülsbusch schlägt vor, dieses Vorhaben mit einer entsprechenden Begründung (Alternativstandorte, Quellgewässer, Inanspruchnahme von Wald, Deponie) abzulehnen. Frau Selter werde eine Stellungnahme formulieren.
Empfehlungsbeschluss:
Der Naturschutzbeirat lehnt den Schnellladepark an dieser Stelle ab.
Er äußert erhebliche Bedenken im Hinblick auf die Umweltbelange, die für diesen Standort nicht ausreichend dargelegt sind. Das gilt vor allem für die Hydrogeologie, für die dort vorhandene alte Müllkippe und die im Untergrund entspringenden Quellen des Haldener Baches.
Außerdem kritisiert der Naturschutzbeirat, dass er im Einleitungsverfahren nicht beteiligt wurde und deshalb die Behauptung in Frage stellt, dass dies der einzige mögliche Standort sei. Das ist in Anbetracht der vielen in Hagen vorhandenen leergezogenen Industrie- und Gewerbestandorte nicht verständlich, zumal hier an der Berchumer Straße ein Waldgebiet in Anspruch genommen werden soll.
Der Naturschutzbeirat gibt eine detaillierte Stellungnahme zu seiner Ablehnung am Standort Berchumer Straße ab.
Abstimmungsergebnis:
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Ja |
Nein |
Enthaltung |
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LNU NRW e. V. |
3 |
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BUND NRW e. V. |
1 |
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NABU NRW e. V. |
1 |
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WLV e. V. |
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1 |
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LFV NRW e. V. |
1 |
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LJV NRW e. V. |
1 |
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LSB NRW e. V. |
1 |
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LVG NRW e. V. |
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LV WLI e. V. |
1 |
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SDW NRW e. V. |
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WBV NRW e. V. |
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Einstimmig beschlossen |
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Dafür: |
9 |
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Dagegen: |
0 |
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Enthaltungen: |
1 |
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Anlagen zur Vorlage
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337,2 kB
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223,9 kB
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4,8 MB
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Anlagen
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57,1 kB
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