04.02.2025 - 5.1 Asiatische Hornisse in Hagen - Rückblick und Au...

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Wortprotokoll

Frau Schulte, untere Naturschutzbehörde, stellt das Thema anhand der Präsentation (s. Anlage) vor. Auch schon vor dem ersten Auftreten der Asiatische Hornisse im Jahr 2024 habe sich Frau Schulte darauf vorbereitet und durch mehrere Aktionen auf das Thema aufmerksam gemacht und die Öffentlichkeit dafür sensibilisiert.

 

Die weitere Ausbreitung der Hornisse werde auch durch die hohe Anzahl an erzeugten Jungköniginnen forciert. Die EU habe sie rechtlich umgestuft als etablierte invasive Art, das bedeute, dass die Behörde nur noch Managementplanung ergreifen müssen. Für das Jahr 2025 werde seitens der unteren Naturschutzbehörde die Öffentlichkeitsarbeit weiter betrieben und Hilfe bei der Bestimmung gegeben, eine Beseitigung werden seitens der Behörde in der Regel nicht mehr in Auftrag gegeben und bezahlt. Eine genaue Handlungsempfehlung durch die vorgesetzte Behörde an die Naturschutzbehörden stehe aber noch aus.

 

Frau Krüsemann, Vorsitzende des Imkervereins Hohenlimburg, die als Bürgerin der Sitzung beiwohnt, meldet sich zu Wort. Sie berichtet über ihre Vernetzung mit anderen Imkervereinen, Schulungen und der gemeinsamen Überlegung einer Strategie gegen die Asiatische Hornisse. Eine Ausrüstung sei vorhanden. Aktuell bestehe eine Unklarheit, welche Mittel zur Bekämpfung eingesetzt werden dürften.

 

Frau Schulte weist darauf hin, dass eine Verwechslung mit der geschützten heimischen Hornisse ausgeschlossen werden müsse – mit Nachweis an die Behörde.

 

Frau Kuschel-Eisermann fragt nach Untersuchungen und Daten, in wie weit die heimischen Arten durch die Ausbreitung der Asiatischen Hornisse zurückgegangen seien. Frau Schulte antwortet, es herrsche Forschungsbedarf bzgl. der Auswirkungen auf die Biodiversität, hauptsächlich seien die Imkerei und der Obst- und Weinbau betroffen.

 

Herr Alda schlägt vor, vergleichbar wie im jagdlichen Bereich die Beauftragten für Marder oder Waschbär, in der Imkerei ebenfalls solche fachlich versierten Beauftragten einzurichten. Frau Schulte weist auf den großen Arbeitsaufwand und die Zeit für das Auffinden der Nester hin. 

 

Frau Stiller-Ludwig bedankt sich bei der unteren Naturschutzbehörde für ihr großes Engagement. Sie fragt, ob Hagen wegen des hohen Waldreichtums besonders gefährdet sei, und ob es dadurch auch schwieriger sei, Nester zu entdecken. Frau Schulte antwortet, die Asiatische Hornisse sei keine Waldbewohnerin, sondern halte sich bevorzugt im urbanen Raum auf, Flüsse seien Verbreitungskorridore.

 

Herr Welzel weist darauf hin, dass letztendlich zwar die Asiatische Hornisse als Neozoe eindämmen, aber nicht komplett bekämpft werden könne. In Frankreich gebe es inzwischen Anpassungen der Bienen. Frau Schulte berichtet über die größere Aggressivität der Tiere. Aus ihrer Sicht sei es jetzt wichtig, eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben, um möglichst viele leicht erkennbare und besser zu beseitigende Primärnester zu entdecken. Ein entdecktes Nest sollte nicht sofort beseitigt werden, zum Zeitpunkt des Schlüpfens der ersten Arbeiterinnen würde das Volk effizienter bekämpft werden können.

 

Frau Selter bedankt sich bei Frau Schulte. Sie nehme aus dem Vortrag mit, dass eine gute Öffentlichkeitsarbeit wichtig sei, eine komplette Beseitigung sei nicht möglich.

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Anlagen