04.09.2025 - 4 Projektvorstellung Hagen Vorhalle Bahnhof - Tak...

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Wortprotokoll

Herr Azdouffal, Deutsche Bahn, stellt den Umbau des Bahnhofs ins Hagen Vorhalle vor, welchen er als Projekt- und Bauleiter begleitet. Der Bahnhof soll komplett saniert werden. Insgesamt sind drei Schwerpunkte bei der Sanierung gesetzt. Als erstes soll die Aufenthaltsqualität gesteigert werden. Dies durch neuen Bodenbelag und Abriss des maroden Empfangsgebäudes. Als zweites soll der Bahnhof modernisiert werden: Es wird ein intelligentes Informationssystem sowie eine angepassten Lautstärkendurchsage eingerichtet. Als drittes wird die Personenunterführung erneuert und durch farbliche Gestaltung freundlicher gestaltet. Es fand ein Austausch mit dem Blinden- und Sehbehindertenverein bzgl. eines Blindenleitsystems statt. Aufgrund dessen wird nun ein taktiles Leitsystem eingerichtet, welches vom Parkplatz bis zum Bahnsteig leitet und auch durch eine blendfreie Beleuchtung ergänzt wird.

Herr Winter stellt die Nachfrage, ob es denn eine barrierefreie Alternative zur vorhandenen Treppe gebe, sprich ob ein Aufzug geplant sei. Dies wird von Herrn Azdouffal verneint. Daraufhin entsteht eine ausführliche Diskussion mit dem abschließenden eindringlichen Appell seitens der Beiratsmitglieder, dass definitiv keine Barrierefreiheit gegeben sei, wenn kein Aufzug installiert werde. Dies sei zwingend notwendig, um nicht, so Herr Otto, einen erheblichen Teil der Menschen generell von der Nutzung des Bahnhofs auszuschließen. Eine derartige Planung sei im Anbetracht einer alternden Bevölkerung nicht mehr zeitgemäß und stelle eine Diskriminierung dar. Herr Wewer und Frau Böttcher bekräftigen das dringende Erfordernis. Ein Bahnhof ohne Aufzug sei so nicht akzeptabel. Herr Azdouffal sichert zu, dies dem Hagener Bahnhofsmanagement weiterzugeben. Bisher sei die Integration eines Aufzugs nicht realisierbar. Herr Otto entgegnet, dass er dies für Ausreden halte und es z.B. in den Niederlanden auch umgesetzt werde. Die Bürgerinnen und Bürger bezahlen mit ihren Steuergeldern die Deutsche Bahn und haben ein Anrecht auf Nutzung der Bahn. Und zwar nicht nur diejenigen, die noch zu Fuß gehen können, sondern alle. Wer Inklusion leben wolle, der müsse Möglichkeiten der Realisierung schaffen.
Die PowerPoint ist der Niederschrift beigefügt.
Im Nachgang zur Sitzung gibt Herr Azdouffal der Geschäftsführung des Beirats für Menschen mit Behinderungen an, dass die Dringlichkeit der Installation eines Aufzugs seinerseits an das Hagener Bahnhofsmanagement weitergegeben wurde und er im Fortlauf über den Stand berichten wird. Der neu konstituierte Beirat wird dazu eine Stellungnahme an die Deutsche Bahn formulieren.

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Anlagen