03.12.2025 - 5.1.1 Anfrage der AfD-Fraktio...

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Wortprotokoll

Frau Nabert-Mumm bedankt sich für die schnelle Beantwortung und erneuert ihre Frage, was konkret gegen das Tierleid unternommen worden sei. Sie berichtet von verendeten und nicht entfernten Tauben im Parkhaus. Weiterhin gibt sie folgende Rückfragen zur Stellungnahme zu Protokoll und wünscht sich eine schriftliche Beantwortung:

Zu 2.: Wann fand dort die letzte Kontrolle statt? Welche Maßnahmen wurden unternommen, um das Tierleid zu beenden?

Zu 3.: Wo soll diese Futterstelle sein? Wurde zu verschiedenen Uhrzeiten gefüttert?

Zu 5.: Mit welchem Ziel?

Zu 6.: Wann wird der Taubenverein gegründet? Wer zahlt dann das Taubenhaus? Wie will man die Tauben an den Container gewöhnen, wenn man sie nicht mit Futter locken kann?

Zu 7.: Welches Ziel wurde dort verfolgt, denn es hat sich ja nicht viel geändert?

Herr Dr. Erpenbach erläutert die derzeitigen Bemühungen, in Zusammenarbeit mit der Freiwilligenzentrale und in Absprache mit dem Tierschutzverein engagierte Menschen zu finden, um die Pflege und Bewirtschaftung eines Taubencontainers im Parkhaus Q-Park sicherzustellen. Der Plan sei es dann, einen entsprechenden Verein zu gründen, welcher im weiteren Verlauf auch Bauanträge stellen könne. Darüber hinaus ließen sich dadurch haftungsrechtliche Fragestellungen klären.

Dieses Konzept werde man dem entscheidungsberechtigten Eigentümer des Parkhauses vorlegen. Im Falle einer überzeugenden Darstellung könne man kurzfristig mit der Umsetzung starten.

Herr Köhler ergänzt, man stehe mit dem Parkhausbetreiber hinsichtlich der Installation von Netzen und Abwehrvorrichtungen im Austausch. Zu beachten sei jedoch die Komplexität des Gebäudes sowie die nicht unerhebliche Investitionssumme. 

Man sammle als Stadt Hagen keine toten Tiere ein, die Verantwortung für die Reinigung liege beim Betreiber. Vielmehr habe man das Ziel, dass möglichst wenige Tiere dort verendeten. Die städtische Tierärztin stehe in intensivem Austausch mit dem Parkhausbetreiber, um Maßnahmen zu ergreifen, die Population sowie das Tierleid nachhaltig zu reduzieren.

Herr Voigt habe sich einen Sachstandsbericht der Verwaltung gewünscht. Insbesondere im Hinblick auf weitere Standorte und den Zeitplan erwarte er Informationen. Er verweist auf die zahlreichen Beratungen und Ortstermine in diesem Zusammenhang und zeigt sich verwundert über die Anfrage, die das Thema in einer Weise aufgreife, als sei es neu.

Herr Köhler betont das nach wie vor zentrale Problem fehlender Standorte. Man sei intensiv darum bemüht, am ehemaligen Arbeitsamt einen Container aufzustellen und den Grundstückseigentümer davon zu überzeugen. Dieser stimme diesem Vorhaben aber bislang nicht zu. Das Baudezernat wisse derweil um das große Interesse des Umweltamtes, an dieser Stelle einen Container zu errichten und die Fläche zu erwerben. Hierzu seien jedoch kurzfristig keine wesentlichen Entwicklungen erwartbar.

Ferner berichtet er vom baufälligen Taubenhaus an der Öwen-Witt-Halle, für das ein Neubau bzw. die Installation eines Containers geplant sei. Ein notwendiges Bodengutachten sei durch ein Gutachterbüro erstellt worden und liege beim Fachbereich für Gebäudewirtschaft zur Prüfung. Bei positiver Bescheidung müsse ein Bauantrag gestellt werden. Weiterhin hinderlich sei die Unzugänglichkeit des Geländes, auf dem Zäune abgebaut, Büsche gerodet und logistische Probleme gelöst werden müssten.

Der derzeit wahrscheinlichste Standort befinde sich im Ennepepark in Haspe. Man bedanke sich ausdrücklich für die Unterstützung des Tierschutzvereins, habe zudem eigene Spendengelder zur Verfügung. Er werde bei neuen Entwicklungen unaufgefordert im Gremium berichten.

Herr Ludwig erkundigt sich nach dem Interesse des Gremiums, den neuen Container zu besichtigen.

Herr Voigt merkt an, dass sich jeder dort selbst einen Eindruck verschaffen könne und kein gesonderter Ortstermin notwendig sei.