26.03.2025 - 5 Tagesordnungspunkte des Ausschussvorsitzenden
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5
- Gremium:
- Umweltausschuss
- Datum:
- Mi., 26.03.2025
- Status:
- gemischt (Sitzung abgeschlossen)
- Uhrzeit:
- 16:02
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Herr Ludwig berichtet vom Ortstermin des UKM, der Verwaltung sowie des Tierschutzvereins hinsichtlich der Taubenhäuser in der Bahnhofsgegend. Zunächst habe man das Taubenhaus unweit des ehemaligen Arbeitsamtes begutachtet. Bereits kurze Zeit nach Auslegung von Futter seien hunderte Tauben auf der kleinen Fläche anzutreffen gewesen, was die unzureichende Größe des Taubenhauses spürbar gemacht habe. Anschließend seien die Teilnehmer zum Taubenhaus in der Werdestraße gelaufen, welches vom Tierschutzverein in einem verlassenen Speditionsgebäude eingerichtet worden sei. Der Standort werde von den Tieren bereits gut angenommen, vor Ort sei es möglich, die Gelege zu kontrollieren und die Eier gegen Gipsattrappen auszutauschen. Dies stelle einen wichtigen Beitrag dazu dar, die Population in der Bahnhofsumgebung zu kontrollieren.
Bemängelt werden müsse der Zustand der Immobilie. Die Örtlichkeit sei zunächst stark vermüllt gewesen und bis heute nur schwer zugänglich. Zudem gebe es keinen Wasseranschluss und kein WC. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Tierschutzvereins hätten einen Großteil des Mülls in Eigenregie beseitigt und das Gebäude erst nutzbar gemacht.
Herr Köhler teilt mit, dass alle am Termin Beteiligten großen Respekt vor der geleisteten Arbeit des Tierschutzvereins zum Ausdruck gebracht hätten. Es sei deutlich geworden, wie wichtig und wertvoll eine derartige Einrichtung sei. Auch dieses Taubenhaus trage als Maßnahme zur positiven Entwicklung bei, die durch ein aktuelles Monitoring sichtbar werde. Im Vergleich zum vergangenen Herbst sei die Anzahl der Tiere um 14,8 % zurückgegangen. Deshalb sei man weiterhin stark bemüht, geeignete Standorte für die geplanten Taubencontainer zu identifizieren. Nachdem der Tierschutzverein auf die noch vorhandenen Müllmengen hingewiesen habe, habe er die sehr kooperative HEG als Gebäudeeigentümerin kontaktiert und mit dem Prokuristen einen sofortigen Abtransport des Mülls vereinbart. Weiterhin habe man den ehrenamtlichen Helfern des Vereins Parkmöglichkeiten direkt auf dem Gelände ermöglichen können. Eine leerstehende Wohnung mit WC werde zudem zukünftig als Aufenthaltsraum zur Verfügung gestellt.
In einem nächsten Schritt müsse man sich dafür einsetzen, den ehrenamtlichen Helfern eine geringe Aufwandsentschädigung zu zahlen. Als Stadt müsse man proaktiv handeln und die Ehrenamtlichen unterstützen. So treibe man das eigene Taubenkonzept voran, in einem nächsten Schritt werde man ab April weitere Futterstellen auf der Springe, auf dem Parkdeck der Volmegalerie, an der Elbersstiege sowie am Bahnhof einrichten. Im Rahmen dieser täglichen Fütterungen werde auch das Medikament Ovistop ausgebracht, um die Population einzudämmen. Durch die Versorgung mit ausreichend gesundem Futter gingen die Tiere zudem weniger auf eigenständige Suche, was wiederum den Gewerbetreibenden in der Innenstadt zugutekomme. Flankierend dazu fahre man eine umfassende Aufklärungskampagne in Form von Informationsmaterial, Social-Media-Bespielung, Beschilderungen und Gesprächen.
Abschließend verkündet er, dass der Bauantrag für den Taubencontainer am Bergischen Ring eingereicht worden sei und das Objekt nach kurzfristiger Abstimmung mit dem Tierschutzverein zeitnah bestellt und aufgestellt werden könne.
