12.02.2025 - 5.1 Taubenhäuser und Tierheim (Bereisung etc.)

Beschluss:
ungeändert beschlossen
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Wortprotokoll

Herr Ludwig berichtet vom Besichtigungstermin eines Taubenhauses in Form eines Containers auf dem Parkdeck der Köln Arcaden am 05.02.2025.

 

Das Projekt sei noch recht jung, das Taubenhaus werde aber bereits angenommen. Man könne Parallelen zur Hagener Innenstadt ziehen, da auch entsprechende Parkdecks genutzt werden könnten. In Köln begegne man mit dem Container den Problemen der Hohlräume besetzenden und Fahrzeuge verunreinigenden Tauben.

 

Er hält fest, dass für die zuverlässige Reinigung durch den Tierschutzverein sowie den Galeriebetreiber gesorgt werden müsse. Weiterhin sei sicherzustellen, dass die Gelege regelmäßig ausgetauscht würden, um die Population der Tauben zu verkleinern. Hinsichtlich der Infrastruktur merkt er an, dass ein Wasseranschluss notwendig sei, um den Container zu reinigen. Eine Stromversorgung sei hingegen durch Akkusysteme für etwaige Videoüberwachungen obsolet. Ein solcher Container müsse durch eine Absperrung ähnlich zu der Umzäunung in Köln vor Dritten geschützt werden.

 

Weiter merkt er an, dass die Köln Arcaden keine Baugenehmigung zur Aufstellung des Containers bei der Stadt Köln hätten beantragen müssen. Lediglich ein statischer Nachweis über die Tragfähigkeit des Parkhauses sei durch die Stadtverwaltung vorausgesetzt worden.

 

Frau Knüppel fragt nach, ob das System den Austausch der Eier gegen Gipseier vorsehe.

 

Herr Ludwig bestätigt dies.

 

Herr König möchte wissen, ob der Ortstermin die Vertreterin der Volme Galerie von einem ähnlichen Projekt in Hagen habe überzeugen können.

 

Herr Ludwig teilt seine Einschätzung mit, dass seitens Frau Radau eine grundsätzliche Bereitschaft erkennbar gewesen sei.

 

Herr Voigt schlägt vor, einen konkreten Beschluss zu fassen und formuliert einen entsprechenden Vorschlag. Man müsse neben der Volme Galerie auch die Rathausgalerie ins Auge fassen.

 

Herr Köhler betont, dass die Initiative von den Arcaden Köln selbst ausgegangen sei und der Betreiber dem Taubenschutzverein viele Zugeständnisse gemacht habe. Dies sei von zentraler Bedeutung für das Gelingen des Vorhabens gewesen. Die Stadt Köln sei nur geringfügig beteiligt gewesen, die kooperative Verhaltensweise der Bauordnung erhoffe man sich auch in Hagen. Für das Projekt auf dem Parkdeck der Volme Galerie sei eine ähnliche Umsetzung durch die Kooperation von Betreiber und Tierschutzverein angedacht. Die Stadt selbst könne weder Mietverhältnisse eingehen, noch Verträge schließen oder Bauanträge stellen.

 

Seinem Eindruck zufolge habe Frau Radau sich interessiert gezeigt, sie wolle sich aber zunächst mit dem Eigentümer der Volme Galerie abstimmen. Eine konkrete Positionierung des Center-Managements sei noch nicht erkennbar gewesen. Er habe die Hoffnung, dass der Eigentümer von der Idee überzeugt werden könne und die Initiative des Tierschutzvereins aufgegriffen werde. Aus dem Ortstermin wurde deutlich, dass lediglich ein knapper Vertrag zwischen den beiden Parteien geschlossen worden sei. Es sei in Aussicht gestellt worden, diesen auch der Stadt Hagen zur Verfügung zu stellen.

 

Mit der Rathaus Galerie habe man bislang keinen Kontakt aufgenommen, weil die Taubenproblematik an dieser Stelle aus Sicht des Umweltamtes nicht vorliege. Er sagt zu, Gespräche mit dem Center-Management zu führen.

 

Herr Dr. Erpenbach ergänzt, dass weitere Aspekte gegen eine kurzfristige Realisierbarkeit sprächen. Falls dazu weiterer Diskussionsbedarf bestehe, müsse auf den nicht-öffentlichen Teil der Sitzung verwiesen werden.

 

Herr Voigt merkt an, dass keine intensiven Diskussionen gewünscht seien, vielmehr solle die Verwaltung in den nächsten Sitzungen über den Stand des Verfahrens berichten.

 

Herr Klepper wirbt dafür, den Tierschutzverein nicht alleine zu lassen und ihn zu unterstützen. Insbesondere im internen Austausch mit der Bauordnungsbehörde könne die Verwaltung für Vereinfachung sorgen. Ein dahingehender Beschluss müsse getroffen werden.

 

Herr Hegenberg betont, dass sich der Ausschuss bereits seit 2012 mit der Thematik beschäftige. Dies könne man den Bürgern gegenüber nicht rechtfertigen.

 

Herr Köhler entgegnet, man stehe an der Seite des Tierschutzvereins und habe den Ortstermin in Köln durchgeführt, um Unterstützung zu leisten.

 

Herr König erinnert daran, dass das Taubenhaus auf dem Parkdeck nur eine Maßnahme neben vielen weiteren sei. Die Berichterstattung der Verwaltung müsse daher das Gesamtkonzept zur Bekämpfung der Taubenproblematik umfassen.

 

Herr Ludwig erteilt mit Einverständnis des Gremiums Frau Ganskow vom Tierschutzverein Hagen das Wort.

 

Frau Ganskow führt aus, dass der Tierschutzverein seit 2012 anbiete, mindestens drei Taubenhäuser in Hagen zu errichten. Es fehle jedoch weiterhin an geeigneten Standorten sowie Baugenehmigungen. Sie berichtet von den vielfältigen Aufgaben des Tierschutzvereins, welcher sich täglich neben dem Einsatz für die Tauben und gegen die zunehmende Population um zahlreiche weitere Tierschutzaspekte kümmere. Daher könne man die Finanzierung zusichern, benötige aber Unterstützung bei der Umsetzung. Weitere Standorte neben der Innenstadt seien essentiell, vor allem im Bereich des Hauptbahnhofes sei die Problematik hoch. Sie bringt ihre Verärgerung darüber zum Ausdruck, dass an diesem Standort bereits weitreichende Planungen vorgelegen hätten, das Projekt jedoch kurzfristig wieder gestoppt worden sei. Auch an weiteren Stellen werde man aus ihrer Sicht nicht ausreichend unterstützt.

 

Bereits die Errichtung und Betreuung von drei Taubenhäusern könne die Taubenpopulation langfristig nachhaltig einschränken. Dies trage wiederum stark zur Verbesserung der Stadtsauberkeit bei.

 

Herr Klepper schlägt vor, sich über einen gemeinsamen Beschlussvorschlag zu beraten.

 

Herr Ludwig schlägt daraufhin eine Unterbrechung der Sitzung vor.

 

[Anmerkung der Schriftführung: Die Sitzung wird von 16:45 Uhr bis 16:48 Uhr unterbrochen.]

 

Herr Voigt trägt einen die Unterstützung des Tierschutzvereins durch die Stadt Hagen betreffenden Beschlussvorschlag zu.

 

Herr Ludwig lässt über den Beschlussvorschlag abstimmen.

 

Herr Hegenberg fragt nach, ob es bezüglich der Katzenüberdachung sowie der Erweiterung der Hundequarantäne eine zeitliche Planung gebe.

 

Herr Köhler führt aus, dass man zunächst alles versucht habe, um kostengünstige Lösungen zu finden. Diese hätten sich jedoch mittlerweile als nicht durchführbar erwiesen. In der laufenden Woche habe es einen Termin mit einer Fachfirma gegeben, welche die hohen aufzubringenden Kosten für eine zukunftsfähige Konstruktion bestätigt habe. Aktuell würden die statischen und materialtechnischen Voraussetzungen ermittelt und anschließend ein Bauantrag gestellt. Zur Dauer dieses Verfahrens könne man trotz eines in Aussicht gestellten Entgegenkommens durch die Bauordnung keine Aussage treffen.

 

Frau Ganskow weist auf ein kostengünstiges Angebot eines Volierenbauers hin, der durch den Tierschutzverein empfohlen worden sei. Zudem seien alle baulichen Maßnahmen am Tierheim laut Kooperationsvertrag mit dem Verein abzusprechen.

 

Herr Köhler stellt klar, dass die Umsetzung des vorliegenden Angebotes einer jener Versuche gewesen sei, eine kostengünstige Lösung zu finden. Der Fachbereich Gebäudewirtschaft habe jedoch entschieden, dass die angebotene Leistung für städtische Gebäude aufgrund fehlender Gewährleistung sowie Haftung nicht umsetzbar sei. Dies sei auch dem Tierschutzverein mitgeteilt worden. Man hoffe weiterhin auf die ideelle Unterstützung des Vorhabens an sich, da die Kosten aus den vorgenannten Gründen deutlich höher lägen.

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Beschluss:

 

Die Verwaltung wird beauftragt, in enger Abstimmung mit dem Tierschutzverein in Hagen mindestens drei Taubenhäuser zu errichten bzw. die Errichtung maßgeblich zu unterstützen. In der letzten Sitzung des UKM vor der Sommerpause 2025 berichtet bzw. präsentiert die Verwaltung die Ergebnisse der Abstimmung.

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Abstimmungsergebnis:

 

 

Ja

Nein

Enthaltung

CDU

4

 

 

SPD

2

 

 

Bündnis 90/ Die Grünen

3

 

 

AfD

1

 

 

Hagen Aktiv

1

 

 

Bürger für Hohenlimburg/ Die PARTEI

1

 

 

FDP

1

 

 

Die Linke

1

 

 

HAK

1

 

 

 

X

 Einstimmig beschlossen

 

Dafür:

15

Dagegen:

0

Enthaltungen:

0

 

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Bericht zum Stand der Umsetzung:

 

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