26.06.2025 - 3.3 Bericht der Verwaltung über die zukünftige Verk...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 3.3
- Gremium:
- Stadtentwicklungsausschuss
- Datum:
- Do., 26.06.2025
- Status:
- gemischt (Sitzung abgeschlossen)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführend:
- FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung
- Bearbeitung:
- Jan Heilmann
- Beschluss:
- zur Kenntnis genommen
Wortprotokoll
Herr Dr. Diepes erklärt, dass die Zugangssituation in Richtung Seebad eingeschränkt ist und bleibt. Es gibt Verbesserungs- und Kontrollmöglichkeiten. Die Einführung der sog. unechten Einbahnstraße hat bereits zu einer Verbesserung geführt. Die Ordnungsbehörde führt Parkkontrollen durch. Die Buslinienanbindung wird verbessert.
Herr Ehrhardt bemängelt, dass die Pläne zur Parkplatzplanung dem Ziel der Verkehrswende in Hagen widersprechen, der Ausbau des ÖPNV nur vage beschrieben wird. Außerdem sieht er den Aspekt des Naturschutzes als zu kurz gekommen. Bei der Bürgerbeteiligung Nord wurde deutlich, dass die Anwohner mit dem zunehmenden Individualverkehr kämpfen. Auch dazu stand nichts im Bericht.
Herr Dr. Diepes rekapituliert, dass bezüglich der Verkehrssituation in Hengstey eine Bürgerbeschwerde eingegangen ist, auf die man mit Einrichtung der sog. unechten Einbahnstraße und verstärkten Kontrollen reagiert hat. Das ist auch Herrn Dr. Diepes zu wenig. Aus diesem Grunde wurden weitere kurz- und mittelfristige Maßnahmen geplant und ergriffen, wie bereits beschrieben. Der größte Teil der Besucher nutzt das Auto um zum See und seinen Anlagen zu kommen. Das lässt sich nicht ohne weiteres ändern, darum bemüht man sich genug Parkplätze zur Verfügung zu stellen. Es kommen nicht weniger Besucher mit dem Auto, nur weil man den Parkraum verknappt. Es wird versucht den Besuchern sämtliche Wege zum See zu ermöglichen- zu Fuß, mit der Bahn, dem Fahrrad, dem Bus, dem E-Roller und trotzdem werden auch weiterhin sehr viele Besucher mit dem Auto kommen. Herr Dr. Diepes ist überzeugt, dass wenn der RuhrtalRadweg fertiggestellt ist und der Parkraum an der Dortmunder Straße ausgebaut ist, sich die Situation in Hengstey entspannen wird.
Herr Keune pflichtet Herrn Dr. Diepes bei und spricht sich für eine Ordnung der neu geschaffenen Infrastruktur aus, bei der Autos nur dort geparkt werden wo erlaubt, Fahrradfahrer und Busse durchkommen. Nur so ist das Gesamtverkehrsaufkommen auch an Spitzentagen zu bewältigen.
Herr Voigt fragt nach dem aktuell vorhandenen Parkplatz an der Dortmunder Straße und bemängelt tiefe Schlaglöcher. Er möchte wissen, welcher Belag dort vorgesehen ist. Außerdem hat Herr Voigt mehrere Ideen, die mitunter auch gefördert werden können z.B. eine Ladestation für E-Bikes und E-Roller, Fahrradabstellanlagen, ein Schließfachschrank, in dem z.B. Jogger ihre Wertsachen lassen können. Er regt an diese Vorschläge in die weitere Planung aufzunehmen.
Herr Keune bedankt sich, betont aber, dass man in der Planung noch nicht so weit ist.
Herr Dr. Diepes erklärt, dass es keine vollversiegelte Fläche, wie z.B. auf Supermarktparkplätzen üblich, geben soll. Er soll sich in den Landschaftsraum einfügen und der Begehbarkeit und Versickerungsfähigkeit dienen.
Herr Meier möchte wissen, welche Teilbereiche bis zur IGA 2027 fertiggestellt sein könnten. Er möchte außerdem wissen, ob die Altlastensanierung vorgezogen werden kann.
Herr Dr. Diepes bestätigt, dass die Altlastensanierung vorgezogen wird. Aktuell wird entsprechend der Vorentwurfsplanung ein Konzept aufgestellt, nicht für die gesamte Fläche aber für die sensiblen Bereiche. Der RuhrtalRadweg und Teile der grünen Infrastruktur werden, vorbehaltlich der Finanzierung durch Fördermittel, bis zum Beginn der IGA fertiggestellt sein. Das Konzept ist weit gediehen und es kann modular agiert werden. Insbesondere was die grüne Infrastruktur angeht, ist man mit dem Fördermittelgeber in konstruktiven Gesprächen. Der Natur wird viel Raum gelassen wird, zur Naturerfahrung wie auch für Rückzugsorte.
Frau Heuer meint, dass möglichst viele Besucher mit dem Fahrrad kommen sollen. Nicht alle kommen über den RuhrtalRadweg oder über den Lennetal-Radweg. Es ist zu überlegen, wie Fahrradfahrer aus den umliegenden Stadtteilen zum See gelangen können, wichtig für Familien und ungeübte „Sonntagsfahrer“. Geplant sei ja auch ein Volme-Radweg. Frau Heuer erkundigt sich nach der sog. unechten Einbahnstraße in Hengstey und möchte wissen, für wann diese geplant ist. In der Seestraße wird beidseitig geparkt, obwohl auf einer Seite nicht erlaubt. Es bleibt nur eine Fahrspur, der Bus kommt nicht mehr durch. Dadurch stehen sich Autos gegenüber, es gibt kein Vor und kein Zurück. Die Einbahnstraße kann nur funktionieren, wenn eine Straßenseite frei bleibt.
Herr Klepper weist darauf hin, dass das Thema Verkehr in Hengstey schwerpunktmäßig in den UKM gehört und auch dort zu behandeln ist. Er möchte die Diskussion im SBW nicht wiederholen bzw. weiter vertiefen, lässt aber noch die Beantwortung der gestellten Fragen zu.
Herr Keune bestätigt, dass UKM und SBW eine große Schnittmenge an Themen haben, jetzt aber nicht die zuständigen Kollegen aus der Verwaltung zur Beantwortung der Fragen zur Verfügung stehen. Er möchte aber, soweit möglich, darauf eingehen.
In der Seestraße wird verstärkt kontrolliert werden müssen, damit die Konzeption der Einbahnstraße aufgeht. Zu dem angesprochenen Volme-Radweg kann Herr Keune bestätigen, dass die Planungen aktuell laufen. Die Zuleitungen zum Lennetal-Radweg ist auch jetzt schon gegeben, von daher ist das Erreichen des Hengsteysees schon gut möglich. Ähnliches muss für die Bereiche Vorhalle und Volmetal entwickelt werden.
Herr Sondermeyer betont, dass es letztlich auch einen wichtigen Wirtschaftsfaktor darstellt, wenn möglichst viele Besucher zum SeePark kommen. Bezüglich Mobilitätskonzept spricht sich Herr Sondermeyer dafür aus, dass keine Transportform ausgegrenzt werden sollte, auch nicht in der Innenstadt.
Herr Stange fragt, wie weit die Deutsche Bahn mit dem Bauauftrag am Bahnhaltepunkt Vorhalle ist.
Herr Klepper verweist darauf, dass auch dies ein Querschnittsthema ist, er aber die Frage und auch die Beantwortung zulässt.
Herr Keune erklärt, dass auch dort eine Mobilstation auf dem Vorplatz Thema ist. Für den Vorplatz ist die Stadt zuständig, so mehrfach auch schon im UKM diskutiert. Die Bahn beschäftigt sich in Vorhalle mit zwei Vorhaben. Zum einen ist es der Abriss des Bahnhofsgebäudes, welches lediglich durch einen wettergeschützten Aufgang ersetzt werden soll. Für den Abriss bekommt die Bahn jedoch nicht die erforderliche Sperrzeit. Des Weiteren hat die Bahn dort einige vermietete Lagerschuppen. Langfristig soll der Standort von der Bahn entwickelt werden, um ein neues regionales Stellwerk zu installieren, als Ersatz für das Stellwerk, welches sich halbseitig unter der Ebene 2 bzw. Eckeseyer Brücke befindet. Die Bahn gibt keine Auskunft über ihre Planungen. Dadurch fehlen die Planungsschnittstellen, an die die Stadt andocken kann. Es gibt zwar einen regen Austausch mit der Bahn, jedoch nicht sehr zufriedenstellend.
