27.03.2025 - 3.3 Bericht der SIHK

Beschluss:
zur Kenntnis genommen
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Wortprotokoll

Herr Dr. Geruschkat (SIHK) und Herr Marx (DGB) erläutern ihren Bündnisbrief zur Verkehrssituation in der Hagener Innenstadt.

Dieser ist digital im Allris verfügbar.

 

Herr Keune bestätigt, dass die aktuelle Verkehrssituation in Hagen nicht gut ist und er versteht, wenn mit Lüdenscheid, der fehlenden Autobahnbrücke und den damit einhergehenden Problemen verglichen wird.

Die Stadt Hagen arbeitet daran schnellstmöglich erforderliche Maßnahmen, was Brückensanierung und Verkehrsplanung anbelangt, zu entwickeln und umzusetzen. Die Berichterstattung darüber ist transparent und fortlaufend. Das Thema Erreichbarkeit der Innenstadt wird in allen Foren und Gremien mit allen Beteiligten in der Breite besprochen. Aus der Europäischen Union gibt es neue Vorschriften unter der Überschrift „Sump“ (sustainable urban mobility plan- nachhaltige urbane Mobilitätspläne). Der Masterplan Mobilität wird entsprechend überarbeitet werden müssen. Des Weiteren möchte sich Herr Keune gerne über diese Thematiken weiter intensiv austauschen.

Herr Keune weist darauf hin, dass die Sperrung der Ebene 2 maßgeblich für die geänderten Verkehrsverhältnisse in der Innenstadt ist, für die es derzeit keine Entlastung gibt. Die Sanierung der Badstraßenbrücke war schon länger geplant, es wurden Anträge auf Fördermittel gestellt, welche auch gewährt wurden; Verträge wurden bereits geschlossen. Von daher ist der Zeitplan nun vorgegeben. Herr Keune appelliert an die Autofahrer. Selbstverständlich müssen bestimmte Gruppen mit Fahrzeugen in die Stadt und/oder sind auf sie angewiesen. Die davon nicht betroffenen Autofahrer bittet er aber zu erkennen, dass auch sie Teil des Problems sind, wenn sie nicht etwas Flexibilität entwickeln, etwas weiter umfahren oder auf den ÖPNV umsteigen. Eine abschließende Lösung wird es erst geben, wenn klar ist wie es mit bzw. ohne die Ebene 2 weitergeht. Wenn wegen des Rückbaus von Ebene 2 die Kreuzung an der Altenhagener Brücke temporär gesperrt werden muss, wird das nach Möglichkeit abgefedert. In diesem Sinne bittet Herr Keune um Verständnis für die Schwierigkeit der Verwaltung. Er bekräftigt aber auch das Gesprächsangebot, damit gemeinsam nach Lösungen gesucht werden kann, um mit dieser schwierigen Situation besser umgehen zu können.

 

Herr Klepper stimmt zu, dass es wichtig ist mit allen Beteiligten weiter im Gespräch zu bleiben.

 

Herr Meier findet es auch schwierig beide Pole, die Notwendigkeit die Innenstadt am Leben zu halten und die Ausführung der anstehenden Maßnahmen, miteinander zu verbinden. Er erinnert an die geplanten Bau- und Sanierungsmaßnahmen der Sparkasse und des Conti-Parkhauses, welche die Situation zusätzlich erschweren werden. Seiner Meinung nach wäre zu überlegen, wie man auch das möglichst günstig einbinden kann. Herr Meier verweist auf positive Beispiele, wie die Simson-Cohen-Brücke (ehem. Marktbrücke) oder den Kreisverkehr Volmetalstraße/Eilper Straße. Auch da sei es gelungen, und da stimmt er Herrn Keune zu, die Verkehrssituation zu entzerren, indem Autofahrer Umwege gefunden haben.

Herr Meier bekräftigt, dass die SPD-Fraktion die Situation sehr ernst nimmt und es sehr wichtig ist sowohl mit den Akteuren als auch nach außen weiter zu kommunizieren.

 

Herr Klepper bestätigt, dass fachliche Diskussionen geführt werden müssen, sobald neue Erkenntnisse vorliegen.

 

Herr Romberg stimmt dem Inhalt des Bündnisbriefs voll und ganz zu. Er wurde mehrfach von Bürgern angesprochen, die in der Bahnhofstraße wohnen oder arbeiten. Sie haben kein Verständnis für die aktuelle Sanierung und Sperrung. Sie werfen der Verwaltung vor, dass sie mit der Sanierung nicht hat warten wollen, bis die Brückenproblematik gelöst ist.

Herr Romberg möchte von Herrn Dr. Geruschkat wissen, wie er die dann neugestaltete Bahnhofstraße in Bezug auf die Entwicklung der Innenstadt bewertet. Die Bahnhofstraße wird zur Einbahnstraße und 40 Stellplätze fallen künftig weg.

 

Herr Dr. Geruschkat entgegnet, dass er diese Frage sachlich/fachlich nicht beantworten kann. Er erhofft sich davon eine Vereinfachung des Weges von und zum Bahnhof, eine Steigerung der Attraktivität der Bahnhofstraße sowie des Bahnhofsviertels.  Herr Dr. Geruschkat widerspricht Herrn Keune. Seiner Ansicht nach, wollen die Autofahrer nicht durch, sondern in die Innenstadt fahren. Er plädiert dafür darauf zu achten, dass die Innenstadt erreichbar bleibt und sich Sperrungen nicht kumulieren.

 

Herr Homm spricht sich dafür aus, weitere Baustellen zu verschieben bis geklärt ist, wie es mit der Ebene 2 weiter geht. Er plädiert dafür, stets auch einen Plan B parat zu haben für den Fall, dass etwas Unvorhergesehenes passiert.

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Abstimmungsergebnis:

 

X

 Zur Kenntnis genommen

 

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Anlagen

Online-Version dieser Seite: https://allris.hagen.de/publicto020?SILFDNR=1000142&TOLFDNR=1008552&selfaction=print