18.06.2025 - 5.1 Bericht der Verwaltung über die zukünftige Verk...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5.1
- Datum:
- Mi., 18.06.2025
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:03
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführend:
- FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung
- Bearbeitung:
- Jan Heilmann
- Beschluss:
- zur Kenntnis genommen
Wortprotokoll
Herr Dr. Bücker begrüßt als Vertreter der Verwaltung Herrn Alexander, Fachbereich Verkehr, Immobilien, Bauverwaltung und Wohnen, sowie Herrn Heilmann, Fachbereich Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung. Des Weiteren heißt der Vorsitzende die Anwohnerschaft willkommen und erteilt zunächst Frau Beckmann das Wort.
Frau Beckmann verliest eine vorab an die Geschäftsstelle gesendete Email mit Fotos (Anlage 1) und legt weitere Bilder zur Veranschaulichung der Verkehrsproblematik vor. Als mögliche Lösungsansatz könnten gegenüber von Ein- und Ausfahrten Sperrflächen eingezeichnet werden, um das Parkverbot zu verdeutlichen und ein Ausweichen des Begegnungsverkehrs zu ermöglichen. In Anbetracht weiterer Großveranstaltungen sei eine zeitnahe Lösung wünschenswert.
Der Vorsitzende bedankt sich für die Erläuterungen und bittet die Verwaltung um Stellungnahme.
Herr Alexander weist daraufhin, dass der Straßenraum limitiert sei, dies betreffe vor allem die Nicht-Autofahrer*innen. Herr Alexander macht deutlich, dass der Vorschlag der angespannten Lage entgegenwirken könnte und wird diesbezüglich mit dem Ordnungsamt Kontakt auf. Durch die eingezeichneten Sperrflächen werde nicht nur eine Ausweichmöglichkeit für den Begegnungsverkehr geschaffen, sondern auch die Ein- und Ausfahrt der Grundstücke gesichert.
Herr Heilmann gehört der Projektgruppe IGA Seepark 2027 an und beschäftigt sich somit u. a. mit der Verkehrsplanung in diesem Bereich. Der Stellungnahme seien mögliche Optionen für eine Verbesserung der Verkehrsplanung in Bezug auf den Ausbau des Seeparks zu entnehmen. Geplant sei eine Änderung der Verkehrsführung, eine Erweiterung des Parkplatzes an der Dortmunder Straße (welcher zukünftig der Hauptparkplatz des Seeparks werden soll), die Einrichtung von Ausgleichsstationen für E-Roller/E-Scooter, sowie eine Verbesserung der Anknüpfung an den öffentlichen Personennahverkehr.
Herr Kruse begrüßt, dass durch das Ordnungsamt eine Kontrolle und Ahndung während der vergangenen Großveranstaltung stattgefunden hat. Die Planungen unterstützt Herr Kruse, weist aber darauf hin, dass trotzdem nach weiteren Lösungsansätzen gesucht werden soll, um eine dauerhafte Verbesserung für die Anwohner*innen zu erzielen.
Herr Dr. Bücker erkundigt sich nach der zeitlichen Umsetzung.
Herr Heilmann führt aus, dass die Planungen und Umsetzungen nicht – wie dem Titel zu entnehmen sei – bereits im Jahr 2027 umgesetzt sein werden, da das Projekt von der Fördermittelakquise abhängig ist. Im Rahmen der Zusammenarbeit mit dem Berliner Landschaftsarchitektenbüro Planorama wurde ein Entwurf erarbeitet, der noch vor den Sommerferien der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll. Anschließend sollen einzelne Module aus dem Gesamtkonzept soweit weiterentwickelt werden, dass für diese Fördermittelanträge gestellt werden können. Nach Bewilligung der Fördermittel sollen die Module Schritt für Schritt umgesetzt werden. Für den geplanten Ausbau des Ruhrtalradweges (Abschnitt Laufwasserkraftwerk/DLRG) wurden bereits Fördermittel in Höhe von 1,4 Mio Euro zugesagt. Des Weiteren stehe auf der To-do-Liste der Ausbau des 2. Abschnittes des Ruhrtalradweges (DLRG bis Dortmunderstraße). Über ein weiters Förderprogramm soll versucht werden, kleinere Projekte wie z. B. einen Spielplatz oder Pflanzflächen zu finanzieren.
Abschließend erklärt Herr Heilmann, dass die Projektumsetzung mehrere Jahre umfasst und zum jetzigen Zeitpunkt kein konkreter Zeitpunkt der Fertigstellung genannt werden kann.
Frau Besten regt an, für die nächsten Großveranstaltungen direkt auf den Einladungen auf die schwierige Parksituation vor Ort hinzuweisen und die Nutzung des ÖPNV zu empfehlen. Eventuell besteht die Möglichkeit, mit der Hagener Versorgungs- und Verkehrs-GmbH eine Vereinbarung über eine Art Shuttle-Service an solchen Veranstaltungstagen zu treffen. Aus eigener Erfahrung kennt Frau Besten ähnliche Problematiken und erläutert, dass mittlerweile im Bereich des Freibades Hestert das Ordnungsamt oder die Polizei durch zugeparkte Anwohner*innen informiert und daraufhin falsch parkende PKWs abgeschleppt werden.
Frau Beckmann weist daraufhin, dass das Falschparken an Tagen von Großveranstaltungen eskaliert, die Problematik des widerrechtlichen Parkens aber grundsätzlich auch an allen anderen Tagen besteht.
Herr Hanken stellt sich als Anwohner der Seestraße vor und bestätigt die Aussage von Frau Beckmann. Im Rahmen der neuen Einbahnstraßenregelung wird nun der gesamte Bus- und PKW-Verkehr durch die Seestraße geführt. Die Straße und der Bordstein seien bereits zuvor beschädigt gewesen, allerdings wird sich der Zustand aufgrund der hohen Belastung weiter massiv verschlechtern. Der Wirtschaftsbetrieb Hagen sei bereits über die Schäden informiert worden, so dass diese nun eher provisorisch behoben wurden. Des Weiteren erklärt Herr Hanken, dass die bestehende Einbahnstraßenregelung häufig missachtet wird. Diese Problematik könnte nicht durch weitere Schilder behoben werden, sondern sollte häufiger durch das Ordnungsamt bzw. die Polizei kontrolliert und geahndet werden. Die Geschwindigkeitsbegrenzung von 30km/h wird dabei ebenfalls oftmals nicht beachtet, wodurch insgesamt eine Gefahrensituation herrscht.
Herr Hanken erklärt, dass der Behelfsparkplatz der Hagenbad GmbH direkt an die Privatgrundstücke grenzt. Da häufiger PKWs nach Schließung des Parkplatzes versehentlich eingeschlossen werden, haben einige Anwohner*innen mittlerweile einen Schlüssel erhalten, um den Nutzern die Ausfahrt zu ermöglichen. Herr Hanken sieht in der geplanten Verkehrsführung eher eine Verschlechterung und regt an, den Verkehr direkt auf die Parkfläche zu leiten und anschließend über das Wasserlaufwerk wieder abzuleiten. Zwar würde die Parkproblematik in der Seestraße weiterhin bestehen, aber zumindest könnte der fließende Verkehr deutlich entlastet werden.
Herr Alexander bittet die Anwohner*innen die vorgetragenen Lösungsoptionen schriftlich zusammenzufassen und ihm zukommen zu lassen.
Herr Hanken bezieht sich auf die Skizze im Mobilitätskonzept und regt an, den Verkehr im Rahmen der geplanten Einbahnstraße und des ausgebauten Radweges ab dem Schwimmbad direkt umzuleiten und eine Durchfahrt auf Anlieger*innen und Busverkehr zu begrenzen.
Herr Alexander bestätigt, dass dies eine mögliche Lösung sein könnte.
Herr Hanken weist auf die Abfallproblematik und fehlende Sauberkeit des Behelfsparkplatz hin und empfiehlt eine eindeutige Beschilderung.
Herr Dr. Bücker erklärt, dass ursprünglich ein Ortstermin angedacht war, um sich einen Gesamtüberblick über die verschiedenen Problematiken zu verschaffen. Dieser wurde allerdings hinsichtlich der neuen Verkehrsregelungen erstmal ausgesetzt. Der Effekt der neuen Regelungen müsse abgewartet werden und ggfs. würde bei Bedarf ein neuer Ortstermin geplant.
Herr Hanken fasst zusammen, dass sich aufgrund der neuen Regelungen die Situation in der Seestraße drastisch verschlechtert habe. Eine Verbesserung lege nur in der Einhausstraße vor.
Herr Dr. Bücker sagt den Anwohner*innen zu, dass die vorgetragenen Kritikpunkte und Lösungen an die zuständige Verwaltung weitergeleitet und in der Niederschrift festzuhalten.
Frau Beckmann weist auf eine fehlende Beschilderung hin. Für alle Radfahrenden, die entlang der Seestraße aus Richtung Süden kommen, endet die Durchfahrt an dem Parkplatz. Frau Beckmann schlägt vor, die Durchfahrt für Radfahrer*innen im Rahmen der Beschilderung freizugeben. Ebenfalls fehle ein dringend benötigter Bürgersteig, wodurch sich eine akute Gefahrenlage für Fußgänger*innen ergebe.
Herr Dr. Bücker bedankt sich für die zahlreichen Informationen und Vorschläge.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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1,4 MB
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