13.03.2025 - 7.1 Vorstellung und mündlicher Bericht des Leerstan...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 7.1
- Gremium:
- Bezirksvertretung Hagen-Mitte
- Datum:
- Do., 13.03.2025
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführend:
- FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung
- Bearbeitung:
- Niklas Marl
- Beschluss:
- zur Kenntnis genommen
Wortprotokoll
Hinweis der Schriftführung:
Die PowerPoint-Präsentation ist als Anlage 3 Bestandteil der Niederschrift.
Herr Schneider gibt als Leerstandsmanager in Bezug auf die Situation in der Hagener Innenstadt einen kurzen Einblick anhand einer PowerPoint-Präsentation. Diese ist unterteilt in verschiedene Abschnitte. Diese wären, Transparenz schaffen, Akquise von Mietern, Moderation zwischen Eigentümern und Mietern sowie die Beratung von Eigentümern. Er veranschaulicht seinen Vortrag anhand zahlreicher Fotos und Zahlen. Erwähnenswert ist die aktuelle Leerstandsquote von lediglich 5,7 Prozent in der Hagener Innenstadt. Der landesweite Durchschnitt liegt momentan bei 10 Prozent.
Herr Meier ist angenehm überrascht von dieser Quote. Ihn interessiert insbesondere die Einschätzung von Herrn Schneider, ob sich eine Neugestaltung der Fußgängerzone positiv auf das Kaufverhalten auswirken würde.
Definitiv hält Herr Schneider die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt für äußerst wichtig. Dies wird ihm ebenfalls gespiegelt von Betreibern, die über eine Abwanderung nachdenken, sollte sich das Innenstadtbild nicht merklich anheben. Hier werden unter anderem die Baumscheiben sowie die beschädigten Glaskästen genannt. Stattdessen wären innovative Elemente, wie konsumfreie Räume in Form von Sport- und Fitnessflächen samt Geräten wünschenswert. Denkenswert wäre hierfür die Fläche des Pavillons, in der sich derzeit noch die Verbraucherzentrale befindet.
Herr Quardt bedankt sich für den Vortrag und sieht ebenfalls die geschilderten Probleme sowohl mit den Baumscheiben als auch den Glaskästen. Tatsächlich muss man den Begriff Innenstadt neu denken. Hierfür muss eine gangbare Lösung gerade für die Verbindung zum Volkspark gefunden werden.
Herr Dr.Diepes greift das Thema der Attraktivierung der Innenstadt auch unter Hinzunahme von Gastro- und Eventangeboten sowie Sportmöglichkeiten auf.
Frau Masuch weist darauf hin, dass bei rückläufigen Handelsfunktionen eine Fokussierung auf das Wohnen erfolgen sollte. Neue Bewohner können zur Geschäfts- und Gastrobelebung beitragen. Es gibt auch viele Geschäfte und Gastronomiebetriebe zwischen dem Theaterplatz und dem Samstagsmarkt auf dem Bahnhofsvorplatz. Die Elemente sowie den Bodenbelag in der Fußgängerzone empfindet sie als ausreichend.
Herr Dr. Diepes und Herr Quardt plädieren für eine Konzentration auf die Kerninnenstadt.
Frau Sieling bekommt ein etwas anderes Bild aus der Bevölkerung gespiegelt. Hiernach müssten zwar marode Ecken saniert werden, aber das eigentliche Angebot an Waren und Geschäften würde fehlen.
Herr Schneider entgegnet, dass sich nach seiner Ansicht schon aufgrund des Onlinehandels dieses Angebot nicht signifikant steigern lässt. Eine Kehrwende wird es nicht geben.
Herr Meier möchte die verschiedenen Käuferschichten wieder zurückholen. Auch die untere Elberfelder Straße hat mit einer anderen Käuferstruktur seine Berechtigung.
Frau Greese sieht den Kaufkraftverlust und den Wandel im Kaufverhalten. Sie findet die Aufenthaltsqualität zu erhöhen, wäre ein erster Schritt in die richtige Richtung.
Frau Bartscher ist ebenfalls der Meinung, dass Sportelemente eine gute Idee wären. Weiter hält sie den kulturellen Aspekt für wichtig. Auch die Verbindung der Innenstadt mit dem Hauptbahnhof unter Einbeziehung der unteren Elberfelder Straße müsste neu geplant werden.
Herr Dr. Diepes sieht das kulturelle Angebot eher temporär mit Eventcharakter auf den Freiflächen in der Innenstadt.
Frau Freund hält die Breite der Hagener Fußgängerzone für einen großen Vorteil. Allerdings hält sie das kulinarische Angebot für ausbaufähig. Sie möchte wissen, ob ein Austausch zwischen Herrn Schneider und den Erstellern des Gastronomiekonzepts erfolgt.
Herr Schneider versichert, dass Hand in Hand mit dem Gastronomieberater grade an diesem Thema gearbeitet wird.
Frau Masuch erhofft sich durch die Fertigstellung des ehemaligen Kaufhof-Gebäudes und eine Verbesserung.
