30.01.2025 - 6.1 Mündlicher Bericht von Mitarbeitenden der Bahnh...

Beschluss:
zur Kenntnis genommen
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Wortprotokoll

Herr Meier umreißt kurz das Zustandekommen des heutigen Sachvortrages.

 

Frau Ladwig-Henning bedankt sich für die Einladung und gibt einen Einblick über die Arbeit mit den Menschen, von denen sie täglich aufgesucht wird. Es werden zahlreiche Hilfestellungen in Form von Versorgung mit Wärme, Nahrung sowie Kleidung, aber auch Kontakten zu Einrichtungen oder dem Jobcenter geleistet. Der Bahnhofsvorplatz stellt für diese Menschen einen besonderen Platz der Begegnung dar. Problematisch ist allerding der Zugang zu öffentlichen Toilettenanlagen. Die im Bahnhofsgebäude befindlichen Toiletten sind kostenpflichtig, die Nutzung der WCs, der im und am Bahnhof befindlichen Geschäfte wird durch die Betreiber untersagt. Dies führt dazu, dass in angrenzenden Gebüschen oder Parkhäusern die Notdurft verrichtet wird.

 

Herr Quardt fragt nach, ob es Erkenntnisse aus anderen Städten mit einer ähnlichen Problematik gibt. Hierzu führt Frau Ladwig-Henning aus, dass sie die im Ausland, wie z. B. in Frankreich installierten Rondelle für geeignet hält. Keine Alternative hierzu sind die sogenannten „Dixi-WCs“. Diese werden verunreinigt, demoliert, oder umgeschmissen.

 

Auch Herr Meier hält die Rondelle für durchaus geeignet. Diese sind allerdings eher für den männlichen Benutzer konzipiert. Weiter interessiert Herr Meier, ob es für die Markttage seitens der Stadt eine Vereinbarung mit den ansässigen Händlern gibt, deren Toiletten für Besucher und Markt-Händler zu öffnen.

 

Frau Ladwig-Henning sieht die Problematik eher für das männliche Publikum. Darüber hinaus deckt ein Urinal nicht die vollständigen Bedürfnisse der Menschen ab. Sie schlägt vor, erneut das Gespräch mit dem Betreiber der öffentlichen Toilette im Bahnhof zu suchen, und das seinerzeit gängige Modell unter Verwendung von Toiletten-Chips wieder aufleben zu lasse.

 

Herr Lichtenberg klärt auf, dass bislang keine Vereinbarungen für die Nutzung der Toiletten durch Markthändler besteht. Herr Panzer fragt nach dem durch Herrn Dr. Erpenbach angekündigten Bericht zur Sauberkeit auf dem Bahnhofsvorplatz. Sollte eine mobile Toiletten-Lösung nicht zum Ziel führen, verlangt er nach Alternativen.

 

Herr Bleicker kann aufklären, dass diese Informationen vorliegen und zeitnah den Mitgliedern der Bezirksvertretung zugleitet werden.

 

Frau Graf fragt nach den Gründen zur Einstellung des früheren Modells, der Nutzung der Toiletten mit dafür ausgegebenen Chips oder anderen gangbaren Alternativen. Hierzu erklärt Frau Ladwig-Henning, dass sich der Betreiber aufgrund des in den Räumen stattfindenden Drogenkonsums zu einem Hausverbot entschlossen hat.

 

Frau Buchholz schlägt vor, zumindest zu den Öffnungszeiten der Bahnhofs-Mission, den Zugang zu deren Mitarbeiter-Toiletten zu gestatten.

 

Dr. Diepes weißt darauf hin, dass, das Bahnhofsumfeld mittelfristig deutlich umgestaltet wird. Er bittet zu bedenken, dass sich kurzfristige Lösungen manifestieren könnten.

 

Herr Pauli begrüßt die Idee, die zukünftigen Nutzer in die Planungen mit einzubeziehen.

 

Herr Meier bringt den bereits gefassten Beschluss zur Errichtung von „Dixi-WCs“ in Erinnerung. Wie soll mit diesem weiter umgegangen werden? 

 

Herr Bleicker sagt erneut zu, die benötigten Informationen durch Herrn Dr. Erpenbach einzuholen. Nach deren Vorlage könnte für die kommende Sitzung entsprechendes vorbereitet werden.

Herr Junge kann sich dem anschließen.

 

Herr Panzer hält an dem gefassten Beschluss fest, bittet aber auch um Aufklärung. 

 

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Der mündliche Bericht wird dankend zur Kenntnis genommen.

 

 

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