30.10.2024 - 3.8 Bericht über die aktuelle Flüchtlingssituation

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Wortprotokoll

Frau Keller berichtet zur aktuellen Flüchtlingssituation.

Sie führt aus, dass bis zum Start der Landeseinrichtung ausschließlich Menschen aus der Ukraine zugewiesen werden. Im Oktober wurden 18 Zuweisungen angekündigt und im November gehe man von weiteren fünf Zuweisungen aus.

 

Frau Keller weist darauf hin, dass der Umzug in das Container-Dorf in Hagen-Hohenlimburg begonnen hat. 32 Menschen seien bereits in die Container eingezogen. Die restlichen 45 Menschen sollen in der kommenden Woche folgen. Dann habe man die Vollbelegung der Einrichtung erreicht.

 

Herr Fröhning erläutert anhand einer Bilderpräsentation den Aufbau und das vorhandene Inventar des Container-Dorfes.

 

Frau Keller ergänzt, dass die Sozialarbeiterinnen, welche die Menschen in der Sporthalle
Boelerheide begleitet haben, ihre Tätigkeit in dem Container-Dorf fortführen werden. Selbiges gilt für den Sicherheitsdienst, der 24/7 vor Ort sein wird.

Die Objektbetreuung obliegt der Stadt Hagen, wodurch die Zimmer vergleichbar mit den Räumlichkeiten in der Hochstr. sind.

 

Frau Soddemann fügt hinzu, dass die Bezirksbeamten der Polizei nicht nur zu Einsätzen in die Einrichtung hinzugezogen werden, sondern vielmehr im Rahmen von regelmäßigen Besuchen zur Aufklärung, damit die Bewohnenden ein positives Bild der Polizei entwickeln.

 

Frau Soddemann lässt verlauten, dass es laut der Polizei bislang zu keinen Einsätzen in den Sammelunterkünften kam.

In Verbindung mit der Thematik Messerkriminalität soll gemeinsam mit der Polizei vor Ort eine Aufklärung stattfinden, um die Menschen für die gesetzlichen Regelungen zu sensibilisieren.

 

Frau Soddemann erläutert, dass es zum Thema Landeseinrichtung zum gegebenen Zeitpunkt eine Bürgerinformation geben wird, deren Initiatorin, als Betreiberin der Einrichtung, das Land NRW ist.

 

Herr Fröhning beantwortet Fragen von Frau Köppen und Herrn Meier.

Familien werden in zusammenhängenden Zimmern untergebracht. Einige dieser Wohneinheiten sind über Zwischentüren miteinander verbunden. Die Bilder spiegeln lediglich die Grundausstattung wieder. Kleinkinderbedarf würde beispielsweise individuell zugewiesen.

Des Weiteren führt er aus, dass das Container-Dorf eine Baugenehmigung über drei Jahre besitzt.

 

Frau Soddemann fügt hinzu, dass diese Art von Sammelunterkünften nur einen Übergang darstellen. Ziel sei die Unterbringung im regulären Wohnraum, was sich bei größeren Familien als problematisch erweisen könne.

Die Kinder, welche von einem Umzug in das Container-Dorf betroffen sind, sollen nicht wieder umgeschult werden, da sie sich bereits zum Teil integriert haben.

 

 

Frau Keller beantwortet eine Frage von Frau Engelhardt.

Der Aufenthaltsstatus sei nicht in jedem Einzelfall geklärt.

 

Frau Soddemann beantwortet eine Frage von Frau Köppen.

Die Zusammenarbeit mit den Wohnungsbaugesellschaften läuft gut, insbesondere mit der eigenen Wohnungsbaugesellschaft komme man sehr gut aus. Letztere biete auch Wohnungen an, die im weiteren Verlauf aufbereitet und ausgestattet werden müssen, was Zeit in Anspruch nimmt.

Auch mit den anderen Wohnungsbaugesellschaften werden Gespräche geführt, allerdings dürfe man nicht außer Acht lassen, dass diese ihre Wohnungen auch auf dem freien Markt anbieten. Zudem laufen nicht alle Wohnungsvermittlungen für in Hagen ankommende Personen über die Stadt Hagen.

 

Herr Fröhning ergänzt, dass die Stadt Hagen zielguppenunabhängig 520 Wohneinheiten besitzt. Darin enthalten seien auch beispielsweise Wohnungen für Wohnungslose. Man unterscheide nicht mehr unter den Zielgruppen, da man eine gemeinsame Unterkunftsverwaltung habe.

 

Frau Soddemann hebt nochmals hervor, dass Wohnraum wichtig für die Verselbständigung und Unabhängigkeit sei

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