22.05.2025 - 6.12 Smart City Strategie Hagen

Beschluss:
ungeändert beschlossen
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Wortprotokoll

Herr F. Schmidt verliest seinen vorab angekündigten Wortbeitrag, den er zu Protokoll geben wird:

 

„Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, meine sehr verehrten Damen und Herren, mit der heute zur Abstimmung stehenden Smart City Strategie unternimmt die Stadt Hagen einen wichtigen Schritt in Richtung digitale Zukunft – einen Schritt, der immer wieder öffentlich und nicht zuletzt auch in den Medien gefordert wurde und zu dem wir angesichts seiner Bedeutung ein paar Anmerkungen machen möchten.

 

Zu den Stärken der Smart City Strategie Hagen zählt sicherlich der integrierte Ansatz, der ökologische, ökonomische, soziale und organisatorische Aspekte berücksichtigt. Dieser umfassende Blickwinkel ist vergleichbar mit dem Ansatz der Südwestfalen-Strategie, die auf die „Südwestfalen-DNA“ (Digital-Nachhaltig-Authentisch) setzt. Ebenso betont die Strategie die Bedeutung der Bürgerbeteiligung durch digitale Tools und Plattformen. Workshops und Online-Beteiligung sind hier wichtige Instrumente.

 

Spezifischen Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität sind zum Beispiel der Einsatz intelligenter Beleuchtungssysteme oder von Notrufknöpfe in Angsträumen, um die Sicherheit zu erhöhen. Solche sinnvollen Maßnahmen sind in den Strategien anderer Städte weniger prominent. Die Hagener Smart City Strategie weist im Vergleich zu anderen Städten aber auch Schwächen auf. Im Gegensatz etwa zu Gelsenkirchen, das bereits eine City-App und eine Baum-App implementiert hat, fehlen in Hagen derzeit sichtbare Pilotprojekte, die den Bürgern den Nutzen der Smart City Strategie unmittelbar näherbringen.

 

Im Bereich interkommunale Zusammenarbeit besteht ebenfalls Nachholbedarf. Während Regionen wie Südwestfalen mit dem Projekt „5 für Südwestfalen“ eine enge Zusammenarbeit zwischen mehreren Kommunen fördern, scheint Hagen bisher weniger stark in regionale Netzwerke eingebunden zu sein. Ebenso bemängeln unsere IT-Experten, dass im Vergleich zu Städten wie Mönchengladbach, die bereits über eine urbane Datenplattform und Data-Governance-Konzepte verfügen, in Hagen die Pläne für eine zentrale Dateninfrastruktur und deren Verwaltung noch nicht konkret ausgearbeitet sind.

 

Fazit: Hagens Smart City Strategie ist ein unverzichtbarer, vielleicht auch überfälliger Schritt, der an manchen Stellen sicherlich noch ambitionierter und schneller gegangen werden könnte. Wichtig wird sein, wie bei so vielen Strategien und Konzepten, die in diesem Hause zu Papier gebracht werden, dass die Inhalte keine Absichtserklärungen bleiben, sondern beherzt umgesetzt werden. Im Fall der Smart City Strategie definiert sich hierüber ein wichtiges Stück Hagener Zukunftsfähigkeit.“.

 

Herr Sondermeyer bittet die Befürworter der Smart City Strategie zu berücksichtigen, dass es Personen gibt, die die Wege der Digitalisierung nicht mitgehen können oder wollen. Diese Personen sollten ebenfalls berücksichtigt werden. Er stellt fest, dass Hochleistungsrechner Energiefresser sind und möchte wissen, ob eingeplant worden ist, woher die Energie für die Digitalisierungsmaßnahmen kommt und welche Kosten dies verursacht. Weiter verweist er auf die Vorlage und fragt, was Bürgerwerkstätten sind und wie diese zusammengesetzt werden.

 

Herr Maßmann bedankt sich für die positiven Bemerkungen und konstruktive Anregungen zu der Smart City Strategie. Er erklärt, dass die Verwaltung natürlich beabsichtigt, aus diesen Ideen nun auch konkrete Projekte umzusetzen. Ihm ist bewusst, dass manche Menschen nicht oder nicht gut mit den Digitalisierungsmaßnahmen umgehen können, merkt jedoch an, dass die Verwaltung nach wie vor analog über die Bürgerämter und sonstige direkte Verwaltungszugänge erreicht werden kann. Zum Energieverbrauch merkt er an, dass die Hersteller der Komponenten auf der Suche nach energieschonenden Wegen sind. Zu den Bürgerwerkstätten antwortet er, dass neben der Politik vor allem die direkt betroffenen Akteure in diesen Projekten eingebunden werden. Auch Bürgerinnen und Bürger können sich an den Bürgerwerkstätten beteiligen.

 

Herr König hält den Hinweis, dass die moderne Technik einen hohen Energiebedarf hat für wichtig.

 

Herr Oberbürgermeister Schulz bedankt sich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung für die Erarbeitung der Smart City Strategie. 

 

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Beschluss:

 

Der Rat der Stadt Hagen beschließt die Smart City Strategie für Hagen.

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Abstimmungsergebnis:

 

 x

 Einstimmig beschlossen

 

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Anlagen zur Vorlage

Online-Version dieser Seite: https://allris.hagen.de/publicto020?SILFDNR=1000055&TOLFDNR=1010779&selfaction=print