03.12.2024 - 5 Nicht zu vergessen - starke Frauen aus Hagen...

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Wortprotokoll

Kirsten Pinkvoss begrüßt nun herzlich die zu diesem TOP eingeladene Hagener Autorin Dr. Birgit Ebbert und übergibt ihr auch gleich das Wort zum Thema “Nicht zu vergessen - starke Frauen aus Hagen!“.

 

Dr. Birgit Ebbert stellt sich und ihre Vita vor:

 

Im Münsterland geboren, studierte sie nach ihrem Schulabschluss sowohl in Münster als auch in Bonn. Sie hat in verschiedenen Regionen in Deutschland gearbeitet, z.B. als Stadtschreiberin in Gotha. Seit ca. 17 Jahren lebt sie in Hagen. Nachdem sie ca. 20 Jahre in Festanstellungen gearbeitet hat, ist sie nun seit 2018 nur noch freiberuflich als Autorin tätig. Ihr Repertoire ist vielseitig. Sie schreibt u.a. auch Krimis, Porträts, Romanbiografien, Lernhilfen und Texte für Kalender. In diesem Zusammenhang weist sie auf den im Lingen-Verlag für Aldi herausgegebenen und von ihr textlich gestalteten Adventskalender mit 24 starken berühmten Frauen hin, der zur Ansicht in Umlauf gegeben wird. Leider war es nicht mehr möglich, Exemplare für den Frauenbeirat nachzuordern. Im Hagen-Buch 2024 hat sie einen Artikel über 25 Frauen aus Hagen veröffentlicht, wobei es nicht so leicht war, Frauen zu finden, um die Porträts der Stadt paritätisch zu besetzen. Sie sichert zu, den Artikel als PDF-Datei zur Verfügung zu stellen.

 

Neben schriftstellerischen Tätigkeiten bietet Dr. Birgit Ebbert regelmäßig Führungen durch Hagen auf den Spuren historisch bedeutender engagierter Frauen an. Anlässlich des Internationalen Frauentages 2025 wird Dr. Birgit Ebbert in Kooperation mit der Gleichstellungsstelle einen ca. einstündigen Stadtrundgang auf den Spuren (vergessener) Frauen in Hagen durchführen. Der Termin wird zum Ende des TOPs gemeinsam festgelegt werden.

 

Im Anschluss an den lebhaften und informativen Vortrag bedankt sich Kirsten Pinkvoss und merkt an, dass Hagen oft verkannt wird. Sie nimmt wahr, dass es in Hagen viel Kreativität gibt, sich Hagen als Stadt eigentlich nicht verstecken muss und bittet Dr. Birgit Ebbert aufgrund ihrer Tätigkeiten in verschiedenen Regionen Deutschlands um eine Einschätzung, wie sich Hagen im Städtevergleich darstellt.

 

Für Dr. Birgit Ebbert sind die in Hagen aktiven Frauen nicht sichtbar genug, obwohl es viele engagierte und auffallende Frauen gibt. Es wird auch nicht herausgestellt, womit sich die Hagenerinnen beschäftigen, wer was macht. Z.B. werden auf Wahlplakaten fast nur Männer dargestellt. Kirsten Pinkvoss stimmt zu, dass Frauen im sog. Stadtbild fehlen. Dr. Ebbert ergänzt, dass Frauen nicht nur im Stadtbild fehlen, sondern es auch an Vernetzung und Kommunikation in der Breite mangelt.

 

Als Beispiel führt sie an, dass die Stadt Bochum auf ihrer Internetseite Porträts von Bochumer Frauen eingestellt hat. Und die Stadt Borken hat eine Broschüre über Borkener Frauen aufgelegt. Zusammenfassend bemerkt Dr. Ebbert, dass in Hagen zwar viel passiert, aber es nicht entsprechend transportiert und somit von der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen wird.

 

Vera Besten bedankt sich für den Vortrag, der sie inspiriert, sich nun mehr mit entsprechenden Büchern zu beschäftigen. Sie schlägt vor, dass die Möglichkeit genutzt werden könnte, “Frauenrundgänge“ über das Stadtmarketing mit “Get your guide“ zu buchen und dass sich dadurch vielleicht Schüler*innen und Freund*innen angesprochen fühlen könnten. Insbesondere sollten Schulen animiert werden, diese Führungen zu buchen. Dr. Birgit Ebbert wird die Idee aufgreifen und dem Stadtmarketing vorschlagen. Darüber hinaus teilt sie mit, dass sie die Stadtführungen als Veranstaltungen der VHS Hagen auch im Rahmen des Hagener Urlaubskorbes anbietet. Sie weist darauf hin, dass sie sich um alle organisatorischen Angelegenheiten selbst kümmern muss und dass es versicherungstechnisch riskant ist, z.B. Krimispaziergänge mit Kindern und Jugendlichen durchzuführen. Diesbezüglich ist sie vorsichtig.

 

Wilma Panzer stellt heraus, dass die Arbeit in den Frauennetzwerken und insbesondere durch das Hagener Frauen Netzwerk (HFN) in den letzten Jahren besser geworden und gewachsen ist. Zu bemängeln ist aber die Arbeit der Presse in Hagen, die trotz zahlreicher Einladungen, Frauenthemen nicht aufgreift und die Frage nicht beantwortet, woran das liegt. Sie fordert alle auf, den Kontakt zur Printpresse zu forcieren.

 

Kirsten Pinkvoss betont, dass die Zusammenarbeit mit Radio Hagen klappt und dass das HFN zuverlässig begleitet wurde.

 

Es gibt keine weiteren Wortmeldungen.

 

Kirsten Pinkvoss bedankt sich für den Vortrag, freut sich auf den Stadtrundgang und schlägt vor, mit Dr. Birgit Ebbert in Kontakt zu bleiben und diese mit Informationen insbesondere über in Hagen lebende interessante Frauen zu versorgen. Sie nimmt aus dem Vortrag mit, dass die Frauennetzwerke weiter ausgebaut und befeuert werden müssen.

 

Abschließend ist noch der Termin für den Stadtrundgang zu fixieren. Mehrheitlich fällt die Entscheidung auf Donnerstag, 03. April 2025, um 16:00 Uhr mit Treffpunkt am Rathausturm unter der “Göttin der Gerechtigkeit“ am ehemaligen Restaurant “Ratskeller“ am Friedrich-Ebert-Platz. Alle freuen sich auf die Führung.

 

Die Gleichstellungsbeauftragte Sabine Michel bedankt sich herzlich auch im Namen des Frauenbeirates bei Dr. Birgit Ebbert mit einem kleinen Präsent für die Vorstellung ihrer Interessen, Recherchen und ihrer Arbeit. Es folgt eine kurze Unterbrechung der Sitzung, um ein paar Erinnerungsfotos mit der Autorin zu erstellen.

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