12.11.2024 - 3.3 Mündliche Mitteilungen

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Wortprotokoll

Frau Reimann-Merse berichtet, dass der Antrag zur Nutzungsänderung von Hotel Schmidt zu 80 % in Zusammenarbeit des Architekturbüros Schmahl + Gerigk und dem Brandschutzingenieur fertiggestellt worden ist und demnächst der Bauordnung zur Prüfung zugeleitet wird.

 

Das Gebäude wird zur Unterbringung von jungen, männlichen Geflüchteten genutzt. Hierzu können naturgemäß auch traumatisierte Personen gehören.

 

Die Jugendlichen, die in das neue Gebäude einziehen werden, leben bereits in der Obernahmer Straße. Frau Reimann-Merse räumt ein, dass es auch mal lauter werden kann, da es sich hier um Jugendliche handelt. Die Berichte von andauernden Lärmbelästigungen vom vorherigen Standort in der Nahmer kann Sie nicht bestätigen, zumal das Gebäude in einer gewissen Entfernung zur nächsten Bebauung liegt.

 

Die Räumlichkeiten werden sowohl für die Unterbringung der Flüchtlinge - aber auch parallel und besonders zukünftig für das eigentliche Klientel des Trägers, nämlich psychisch kranke Kinder und Jugendliche - , wie auch zu anderen Zwecken wie Verwaltungsbüros und Aufenthaltsräume für die Mitarbeitenden genutzt, so dass es nie zu einer Belegung kommt, die die volle Anzahl der Räume für die Unterbringung nutzt.

 

Genutzt werden können die Räume im Haupthaus und etwas ältere Jugendliche können die Appartements bewohnen.

 

Das städtische Beratungszentrum Rat am Ring benötigt Schulungsräume für Ihre Erzieherinnen. Die Erzieherinnen sollen geschult werden, um Schülerinnen und Schüler im Selbstbehauptungstraining stark gegen jegliche Art von Mobbing stark zu machen. Da ihnen hierzu die Schulungsräume fehlen, sollen diese auch im neuen Gebäude an der Selbecke zur Verfügung gestellt werden.

Weiterhin sollen die Räumlichkeiten als Personal-, Schulungs-,Therapieräume genutzt werden.

 

Frau Reimann-Merse erklärt, dass die Zuweisung nach dem Königsteiner Schlüssel erfolgt und die Quote das Land vorgibt.

 

Das Haus wird 24 Stunden besetzt sein. Auch Dolmetscher (türkisch, arabisch und farsisch) sind vor Ort. Neu eintreffende Jugendliche müssten sich natürlich erst einmal zurechtfinden und sich an die Regeln gewöhnen, was im Allgemeinen auch sehr gut gelingt.

 

Frau Reimann-Merse bejaht die Frage von Frau Engelhard, ob genügend Parkraum für die Mitarbeitenden zur Verfügung steht.

 

Frau Buczek möchte erfahren, ob das Mobiliar weiterhin genutzt wird. Auch diese Frage wird bejaht.

 

Frau Reimann-Merse erläutert weiter, dass die Kinder und Jugendlichen einen geregelten Tagesablauf haben. Sie gehen zur Schule, wenn ein Schulplatz für sie frei ist. Die Wartezeit kann bis zu einem Dreivierteljahr dauern, wobei die ersten drei Monate eigentlich sehr wichtig seien um die Sprache zu erlernen.

 

Herr R. als Anwohner möchte erfahren, um wieviel Kinder es sich handelt und wann der Einzugstermin ist. Frau Reimann-Merse stellt klar, dass die Situation aktuell sehr schwierig ist. Derzeit befinden sich 18 Kinder und Jugendliche in der Unterkunft, wobei 3 volljährig sind, aber aufgrund fehlender Sozialwohnungen wahrscheinlich vorerst mit einziehen werden. Weiterhin würde es auch mal vorkommen, dass durch die Polizei in Obhut genommene Kinder, 1-2 Nächte dort übernachten müssten.

 

Abschließend fragt Herr R., ob ein Klärungsgespräch für die Nachbarn und Anwohner geplant ist, um Ängsten vorzubeugen. Frau Reimann-Merse stimmt dem grundsätzlich zu, wird dies aber noch intern abklären.

 

Herr Dahme bittet Herrn Thomys um eine kurze Stellungnahme zur Nutzungsänderung. Herr Thomys erklärt, dass die Einrichtung planungsrechtlich in das Mischgebiet hineinpasst. Das beauftragte Planungsbüro ist als seriöse Einrichtung bekannt. Eine Bürgerbeteiligung sei zwar nicht vorgesehen, aber direkte Nachbarn haben die Möglichkeit der Akteneinsicht.

 

Herr Dahme bedankt sich bei Frau Reimann-Merse für ihre Teilnahme und die Beantwortung der offenen Fragen und wünscht viel Erfolg bei ihrer Arbeit.

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