26.11.2024 - 6.2 Vorlagenummer 1128/202...

Beschluss:
geändert beschlossen
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Wortprotokoll

Frau Schweda stellt das Vorhaben vor. Im Zuge der Umnutzung des Marienhospitals zur Schule bestehe auch der Bedarf an einer Turnhalle in diesem Stadtbereich. Die aktuell dort befindliche KITA werde verlagert. Aufgrund der erforderlichen Flächengröße des geplanten Baukörpers sei die Pflanzung von nur drei Bäumen möglich. Der Baumbestand zum Altenheim sei als zu erhalten festgesetzt bzw. es werde dort wieder nachgepflanzt. Neben einer Begrünung der Wand entlang der östlichen Grundstücksgrenze setze der Bebauungsplan eine Dachbegrünung fest, um das Mikroklima in der Innenstadt etwas positiv zu beeinflussen.

 

Aus Sicht von Frau Stiller-Ludwig könne man hier als erstes Mal die Schwammstadt planen gemäß den Anforderungen an eine klimaresiliente Stadt. Die Rückhaltung des Wassers auf dem Dach für die trockenen Phasen. Sie fragt, ob hier Elemente der Schwammstadt bei der Planung berücksichtigt wurden. Frau Schweda antwortet, ein Retentionsdach sei nicht vorgesehen. Die Wirtschaftlichkeit sei auch zu berücksichtigen.

 

Frau Stiller-Ludwig bemängelt, dass bisher in der Stadt Hagen noch nicht angefangen sei, Maßnahmen zur Klimaresilienz umzusetzen. Es sei ein Auftrag, den Wasserhaushalt in der Stadt so zu bewirtschaften, dass dem Boden auch wieder Wasser zugeführt werde. Das sei besonders hier bei der starken Versiegelung in der Innenstadt relevant.

 

Frau Selter trägt die Anregung von Frau Tommack vor, Zisternen einzubauen, Herr Welzel unterstützt ebenfalls. Frau Schweda erläutert, dass hierfür kein Platz sei. In einer Stellungnahme des WBHs wurde aufgrund der Bodenverhältnisse von einer Versickerung vor Ort abgeraten.

 

Frau Kuschel-Eisermann fragt, ob es sinnvoll sei, Solar auf dem Dach anzubringen bei dem begrünten Dach. Weiterhin regt sie an, die Anregungen von Frau Stiller-Ludwig mit in den Beschluss aufzunehmen.

 

Herr Rossa erläutert, es handle sich um die Geschwister-Scholl-Schule, die nun nach mehreren Ortswechseln dort wieder vereint an den neuen Standort hinkommen soll. Diese Schule leiste eine große Integrationsarbeit. Es solle nicht sein, dass die Umsetzung des Baus an zu hohen Kosten seitens der Stadt scheitere.

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Beschluss:

 

Siehe Vorlagenummer 1128/2024

 

Ergänzung:

Der Naturschutzbeirat erwartet, dass diese exponierte Fläche neben einem Seniorenwohnheim so gestaltet wird, wie es zielgerichtet die aktuelle klimaresiliente Stadtentwicklung erwarten lässt. Das bedeutet in der Praxis, an dieser Stelle wegen der Problematik der Versickerung im Allgemeinen, auf Altlastenflächen im Besonderen und explizit in Hagen ein Blaudach vorzuschreiben. Und auf diesem Blaudach möglichst lange die Niederschlagsmengen, die in Hagen runterkommen, zurückzuhalten. Das hat den Vorteil, dass sowohl die Verdunstungs- und Kleinklimasituation verbessert als auch die Rückhaltung im Sinne einer Schwammstadt garantiert werden könnte. Das wäre in Hagen der erste und hier in diesem Fall auch der bedeutsamste Planungsschritt, den man für die Zukunft nun auch endlich mal exemplarisch statuieren könnte.

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Abstimmungsergebnis:

 

 

Ja

Nein

Enthaltung

LNU NRW e. V.

2

 

1

BUND NRW e. V.

1

 

 

NABU NRW e. V.

1

 

 

WLV e. V.

2

 

 

LFV NRW e. V.

1

 

 

LJV NRW e. V.

 

 

 

LSB NRW e. V.

1

 

 

LVG NRW e. V.

1

 

 

LV WLI e. V.

1

 

 

SDW NRW e. V.

1

 

 

WBV NRW e. V.

 1

 

 

 

 

x

 Einstimmig beschlossen

 

Dafür:

12

Dagegen:

0

Enthaltungen:

1

 

 

 

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Anlagen zur Vorlage

Online-Version dieser Seite: https://allris.hagen.de/publicto020?SILFDNR=1000016&TOLFDNR=1003997&selfaction=print